Dieser Code verrät, ob Eure Eier mit Gift belastet sind

Hannover/Utrecht - Wenn Ihr kürzlich Bio-Eier gekauft habt, könnt Ihr ganz einfach herausfinden, ob sie mit dem Insektengift Fipronil belastet sind.

Alle im Einzelhandel verkauften Eier müssen einen Code zur Rückverfolgbarkeit tragen. Einfach Ei drehen, bis er auf der Schale auftaucht.
Alle im Einzelhandel verkauften Eier müssen einen Code zur Rückverfolgbarkeit tragen. Einfach Ei drehen, bis er auf der Schale auftaucht.  © dpa/Holger Hollemann

Dazu müsst Ihr auf den Eiern den sogenannten Rückverfolgungs-Code checken.

Die belasteten Eier sind laut niedersächsischem Landwirtschaftsministerium mit dem Code "0 NL 4031002" versehen.

Insgesamt sind rund 73.000 Bio-Eier aus einem Betrieb in der Provinz Gelderland betroffen. Sie waren bei einer Packstation im Landkreis Vechta aufgefallen (TAG24 berichtete).

Die Eier wurden in den Einzelhandel nach Niedersachsen, Baden-Württemberg, Hessen, Bayern, Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen geliefert. Eine Gesundheitsgefahr sehen die Behörden nicht.

Dem Landwirtschaftsministerium zufolge bestätigten zwei von drei Laboren, dass der zulässige Höchstgehalt von 0,005 Milligramm pro Kilogramm überschritten wurde. Die weitaus meisten Eier - 98 Prozent - wurden an den Lebensmitteleinzelhandel geliefert. Alle Eier wurden zurückgerufen.

Die festgestellten Werte des Giftes seien deutlich geringer als auf dem Höhepunkt des Skandals im Sommer 2017, hieß es von der niederländischen Lebensmittelbehörde. Das deute darauf hin, dass es um Reste des Stoffes gehe. In den Niederlanden waren in der vergangenen Woche belastete Eier von einem anderen Hof entdeckt worden.

Der neue Fund der belasteten Eier ist nach niederländischen Angaben eine Spätfolge der Krise von 2017. Offensichtlich befänden sich im Boden noch immer Reste des Stoffes, sagte der Sprecher der niederländischen Lebensmittelbehörde, Rob Hageman. "Die Züchter setzen das Mittel nicht mehr ein." Sie müssten nun die Ursache der erneuten Belastung finden.

Das Insektizid Fipronil, das bei der Lebensmittelerzeugung dienenden Tieren nicht verwendet werden darf, war 2017 einem Reinigungsmittel beigemischt und über eine niederländische Firma an Hühnerhalter verkauft worden.

Danach gab es erst in den Niederlanden, dann auch in Deutschland und vielen weiteren Ländern erhebliche Rückrufe von Eiern und Eierprodukten (TAG24 berichtete).

Titelfoto: dpa/Holger Hollemann


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