Angst vor Starkregen: Das Fischsterben an der Elbe geht weiter!

Hamburg - Die Umweltbehörde kann mit Blick auf das Fischsterben in der Elbe noch keine Entwarnung geben. Und das, obwohl sich trotz anhaltend hoher Temperaturen der Sauerstoffgehalt im Wasser wieder verbessert habe.

Das Fischsterben an der Elbe geht weiter.
Das Fischsterben an der Elbe geht weiter.  © DPA

Zwar wurde an der Messstation Bunthaus in Wilhelmsburg eine Konzentration über dem für Fische kritischen Grenzwert von 4,0 Milligramm Sauerstoff pro Liter Wasser gemessen.

An Seemannshöft in Waltershof und in Blankenese lagen die Werte mit 2,5 beziehungsweise gut 2,8 Milligramm hingegen noch deutlich darunter.

Die Sauerstoffkonzentrationen "bleiben im Hamburger Hafengebiet und der Elbe stromab bis nach Blankenese und darüber hinaus weiter fischkritisch", so die Umweltbehörde.

Drastisch verschärfen würde sich die Situation bei einem Starkregen, da dann zusätzlich Nährstoffe und Sedimente ins Wasser gespült würden, was wieder zu einer weiteren Abnahme des Sauerstoffgehalts führen würde, sagte ein Behördensprecher.

"Die relativ hohen Wassertemperaturen von aktuell 23 Grad Celsius beschleunigen den Abbauprozess der Algen. Hinzu kommt, dass wegen der Trockenheit relativ wenig Wasser aus der Mittel- in die Tideelbe abfließt", so die Behörde.

Auch in den anderen Gewässern im Stadtgebiet seien bereits verstärkt tote Fische gefunden und die Kadaver abgesammelt worden. Die Feuerwehr sorgte mancherorts für eine Berieselung, um mehr Sauerstoff ins Wasser zu bringen.

Hunderte Kadaver mussten bereits eingesammelt werden. (Symbolfoto)
Hunderte Kadaver mussten bereits eingesammelt werden. (Symbolfoto)  © DPA

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