Fischotter in München: Diese Kerlchen wurden an der Isar beobachtet

München - An der Isar in München haben sich Fischotter angesiedelt. Mitglieder des Vereins Isarfischer hätten vier Tiere gesichtet, sagte die Otterbeauftragte des Landesfischereiverbandes (LFV) Bayern in Oberschleißheim, Michaela Thiel, am Mittwoch.

An der Isar in München wurden Fischotter gesichtet. (Archivbild)
An der Isar in München wurden Fischotter gesichtet. (Archivbild)  © DPA

Vermutlich seien sie dort heimisch geworden. Otter gibt es bislang vor allem im östlichen Bayern, sie wandern aber immer weiter Richtung Westen. Auch im Raum Wolfratshausen wurden bereits Exemplare gesichtet.

Der Verband fordert deshalb, Daten über die Verbreitung der Tiere zu erheben, auch weil sie mit Vorliebe Fische fressen und dadurch nach Meinung des LFV die Bestände gefährden.

Auch versteckte Fische würden von ihm bei seinen minutenlangen Tauchgängen erbeutet. Dem LFV zufolge stehen 80 Prozent der Fischarten in bayerischen Flüssen auf der Roten Liste der bedrohten Tierarten.

Auch die Zahlen von Amphibien, Krebsen und Muscheln gingen in Gegenden mit vielen Ottern zurück. Gerade im Frühling seien die Nester von Bodenbrütern gefährdet.

"Da hat sich der Fischotter schnell mal ein Ei gegriffen oder einen Jungvogel", erklärte Thiel. Ein ausgewachsener Otter benötigt pro Tag etwa ein Kilogramm Nahrung. Den Großteil deckt er mit Fisch. Der Bund Naturschutz fordert, sich mehr um den Erhalt des Fischotters zu bemühen.

Nur in wenigen Ecken Deutschlands sei er seiner Ausrottung entkommen, schreibt der bayerische Landesverband auf seiner Internet-Seite. In Bayern breite er sich nur schleppend wieder aus.

Viele Tiere würden bei ihren Wanderungen Opfer des Straßenverkehrs. Außerdem vermuten die Naturschützer, dass illegal Jagd auf Fischotter gemacht wird.

Fischotter sind sehr selten geworden, da der Mensch in ihr natürlichen Wohnraum eindringt und illegal Jagd auf sie macht. (Archivbild)
Fischotter sind sehr selten geworden, da der Mensch in ihr natürlichen Wohnraum eindringt und illegal Jagd auf sie macht. (Archivbild)  © DPA

Titelfoto: DPA

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