So schwierig ist es Deinen Fitnessstudio-Vertrag vorzeitig aufzulösen

Frankfurt am Main - Kunden von Fitnessstudios können nach einem Amtsgerichtsentscheidung nicht pauschal "aus gesundheitlichen Gründen" fristlos aus einem Nutzungsvertrag aussteigen.

Aus dem Fitnessstudio-Vertrag herausmogeln? Gar nicht so einfach (Symbolbild)!
Aus dem Fitnessstudio-Vertrag herausmogeln? Gar nicht so einfach (Symbolbild)!  © 123RF/kzenon

Das geht aus einem am Freitag veröffentlichen Urteil des Amtsgerichts Frankfurt hervor. Das Gericht verurteilte einen Kunden, rund 1510 Euro an Nutzungsentgelten nachzuzahlen. AZ 31 C 2619/18(17)

Bereits eine Woche nach Abschluss des über zwei Jahre laufenden Vertrages hatte der Kunde wieder "aus gesundheitlichen Gründen" außerordentlich gekündigt. Dazu legte er zwar ärztliche Atteste vor, schwieg sich allerdings zur Art seiner Krankheit und näheren Umständen aus.

Der Studiobetreiber vermutete, dass es sich der Kunde lediglich "anders überlegt" haben könnte, und pochte auf Einhaltung der Zahlungsverpflichtungen.

Laut Urteil ist der pauschale Hinweis auf "gesundheitliche Gründe" noch kein "wichtiger Grund", um einen Fitness-Vertrag fristlos zu kündigen. Der Kunde hätte darüber hinaus angeben müssen, welche gesundheitlichen Einschränkungen ihn konkret an dem Fitness-Training hindern.

Ohne diese Angaben seien Risiken und Auswirkungen nicht nachprüfbar gewesen. Nach Angaben eines Gerichtssprechers bestand für den fraglichen Vertrag kein Rücktrittsrecht.

Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Das Amtsgericht in Frankfurt veröffentlichte sein Urteil am Freitag.
Das Amtsgericht in Frankfurt veröffentlichte sein Urteil am Freitag.  © dpa/Fredrik von Erichsen

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