Flammen-Hölle Türkei: Deutsches Paar will Hunde aus Feuer retten und stirbt!

Antalya - Sie brachten sich selbst bereits vor dem starken Flammenmeer in Sicherheit, doch Andrea (58) und Fahri Y. (60) wollten ihre Hunde nicht dem Feuer überlassen. Genau das wurde ihnen zum Verhängnis.

Bei über 40 Grad breiten sich die Waldbrände in der Türkei immer weiter aus.
Bei über 40 Grad breiten sich die Waldbrände in der Türkei immer weiter aus.  © Emre Tazegul/AP/dpa

Seit Tagen wüten starke Waldbrände entlang der Mittelmeerküste in der Türkei und kosteten bisher mindestens acht Menschen das Leben. Wie Bild berichtet, zählt dazu auch ein deutsches Ehepaar.

Andrea und Fahri Y. galten vier Tage als vermisst, bevor sie 500 Meter von ihrem Haus entfernt neben einem Wassertank tot aufgefunden wurden. Nachbarn hatten bereits mit Handzetteln nach ihnen gesucht.

Das Paar hat sich bereits im Jugendalter in der Schule kennengelernt, heiratete und entschied sich vor 15 Jahren, von Bayern ans türkische Mittelmeer auszuwandern. Im Dorf Kalemler baute sich der Landwirt gemeinsam mit seiner Frau ein neues Leben auf. "Wir waren seit 17 Jahren befreundet, ich bin so traurig", erzählt Hasan Özden (57).

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Die Liebe zu ihren Hunden wurde dem Ehepaar am Ende zum Verhängnis. Obwohl sie sich scheinbar schon vor den Flammen in Sicherheit gebracht hatten, gingen sie nochmal zurück, um ihre Hunde zu retten. Offenbar wollte sich laut Bild-Informationen die Ehefrau noch über eine Mauer retten, was ihr aber nicht mehr rechtzeitig gelang.

Immer mehr Anwohner, Touristen sowie Tiere müssen aufgrund der Brände evakuiert werden.
Immer mehr Anwohner, Touristen sowie Tiere müssen aufgrund der Brände evakuiert werden.  © --/IHA/AP/dpa

Einer ihrer Hunde hatte es geschafft, sich aus den Flammen zu befreien und wurde vor dem Haus des Paares gefunden. Er wartete dort sehnsüchtig auf sein Frauchen und Herrchen. Tierschützer nahmen ihn in ihre Obhut und versorgten das leicht verletzte Tier.

Bereits seit Tagen hüten zahlreiche Waldbrände an der Mittelmeerküste. Neben der Türkei sind auch Italien und Griechenland betroffen. Tausende Einwohner und Touristen werden aus diesen Gebieten evakuiert, während die Einsatzkräfte bei der extremen Hitze gegen das starke Feuer kämpfen.

Titelfoto: --/IHA/AP/dpa

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