Flaschenmangel in Sachsens Brauereien: Wird jetzt das Pfand erhöht?

Dresden - Immer wieder suchen Sachsens Brauer nach leeren Flaschen und ihren Bierkisten - nicht nur im heißen Sommer. Und es liegt nicht nur am Verbraucher, dass das Leergut nicht zurück zur Neubefüllung findet. Könnte die seit Monaten diskutierte Pfanderhöhung die Probleme lösen?

Wer leere Pfandflaschen möglichst bald zurückbringt, macht alles richtig.
Wer leere Pfandflaschen möglichst bald zurückbringt, macht alles richtig.  © Lukas Schulze/dpa

Satte 15 Cent kostet die Brauereien eine neue Flasche, wenn sie diese in den Verkehr bringen. Und sechs Euro die eigene Kiste. Doch am Pfand hat sich seit 2003 nichts geändert: acht Cent für die Flasche und 1,50 € pro Kasten.

Bereits im vorigen Jahr gab es einen Vorstoß der deutschen Brauer. Sie fordern eine Erhöhung auf bis zu 30 Cent, mindestens aber 15 Cent je Flasche.

Und die Leihgebühr für die Kiste soll verdreifacht werden. Das Bundesumweltamt lobte den Vorschlag, zu einem Mehrweg-Gipfel kam es allerdings nicht.

"Sicher wünschen sich unsere Brauer eine Erhöhung des Pfandes", sagt Barbara Sarx-Lohse, Geschäftsführerin des Sächsischen Brauerbundes.

"Doch die Umsetzung wird ein kompliziertes Unterfangen, zumal auch der Handel und das Kartellamt mitzureden haben." Deshalb wartet man sehnlichst auf eine Lösung auf Bundesebene.

In dieser Woche beantragte Hessen im Bundesrat, die Pfandpflicht auf alle Getränkedosen und Einweg-Kunststoffflaschen auszudehnen. Vielleicht kommt tatsächlich frischer Wind ins alte Pfandsystem.

Titelfoto: Lukas Schulze/dpa

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