Vierfache Mutter mit Fahrradschloss erschlagen: Neue Details zur schrecklichen Tat

Flensburg - Im Fall der am Donnerstag entdeckten Frauenleiche in einer Flensburger Wohnung (TAG24 berichtete) hat das Amtsgericht jetzt Haftbefehl gegen den 42-jährigen Ehemann erlassen.

Polizeibeamte stehen vor einem Gebäude in Flensburg, in dem zuvor eine eine tote Frau entdeckt wurde.
Polizeibeamte stehen vor einem Gebäude in Flensburg, in dem zuvor eine eine tote Frau entdeckt wurde.  © DPA

Er soll die 39-Jährige tätlich angegriffen und mit einem massiven Fahrrad-Bügelschloss erschlagen haben, teilte die Polizei am Freitag mit. Das Opfer war kurz darauf an einem massiven Schädelhirntrauma gestorben.

Der mutmaßliche Täter ließ sich noch in der Wohnung widerstandslos festnehmen. Zuvor waren bei der Polizei mehrere Notrufe eingegangen.

Das Ehepaar hatte vier gemeinsame Kinder im Alter von 6, 10, 13 und 16 Jahren. "Ich gehe davon aus, dass die Kinder zum Zeitpunkt der Auseinandersetzung in der Wohnung waren", sagte Oberstaatsanwältin Stephanie Gropp.

Die Tat ereignete sich am Morgen gegen 8.25 Uhr, in Schleswig-Holstein sind derzeit Osterferien.

Sie könne aber nicht sagen, ob die Kinder das Geschehen unmittelbar mitbekommen haben. Die Kinder seien in die Obhut des Jugendamts übergeben worden.

Nach Angaben der Oberstaatsanwältin soll es bereits vor der Tat Streit zwischen den Eheleuten gegeben haben. Der nun in Untersuchungshaft sitzende 42-Jährige lebte bereits getrennt von seiner Familie. Die Frau hatte ein Kontaktverbot erwirkt, wie die Oberstaatsanwältin sagte. Der mutmaßliche Täter schweigt zu den Vorwürfen.

Die afghanische Flüchtlingsfamilie war nach Angaben der Staatsanwaltschaft erst 2015 nach Deutschland gekommen. Seit 2016 lebte die Familie in Flensburg.

Der tatverdächtige Ehemann sitzt inzwischen in Untersuchungshaft. (Symbolbild)
Der tatverdächtige Ehemann sitzt inzwischen in Untersuchungshaft. (Symbolbild)  © DPA

Titelfoto: DPA

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