20-Jähriger wird an Haustür erstochen: Verteidiger fordern Freispruch!

Flensburg - In der Nacht zu Ostersonntag 2017 sollen zwei 20-jährige Männer einen gleichaltrigen Mann aus dem Haus geklingelt und noch an der Tür getötet haben.

Der Prozess findet vor dem Landgericht Flensburg statt.
Der Prozess findet vor dem Landgericht Flensburg statt.  © DPA

Im Prozess vor dem Landgericht Flensburg müssen sich die Männer jetzt verantworten. Ihre Verteidiger forderten am Mittwoch einen Freispruch für ihre Mandanten.

Laut Anklageschrift soll der Angeklagte I. dem 20-Jährigen zwei Stiche in den Bauch versetzt haben, um ihn zu töten. Der Angeklagte R. solle von diesen Absichten gewusst und sich mit ihnen abgefunden haben.

Zufällige Begegnungen der drei Männer mit belanglosen Streitigkeiten seien der Tat vorausgegangen.

Die Verteidiger des Angeklagten I. führten dagegen aus, dass es nach der Beweisaufnahme nicht zweifelsfrei möglich sei, die Täterschaft eines der beiden Angeklagten nachzuweisen.

Deshalb seien beide freizusprechen. Der Verteidiger des Angeklagten R. erklärte, dieser habe die tödlichen Stiche nicht geführt und die Dimensionen der Tat nicht geahnt.

Die Staatsanwaltschaft hatte Ende Mai für I. eine Jugendstrafe von neuneinhalb Jahren wegen Mordes gefordert. R. sei die Tat als Mittäter zuzurechnen, weshalb er wegen Mordes zu einer Jugendstrafe von fünf Jahren zu verurteilen sei.

Der Prozess wurde bislang überwiegend unter Ausschluss der Öffentlichkeit verhandelt. Auch die Plädoyers waren nicht öffentlich. Das Urteil soll am 6. Juli in öffentlicher Sitzung verkündet werden.

Titelfoto: DPA


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