Mord an 17-Jähriger: Kein Urteil mehr in diesem Jahr

Flensburg - Im Mordprozess um die 17-Jährige Mireille wird in diesem Jahr kein Urteil mehr gesprochen. Das gab das Landgericht in Flensburg am Mittwoch bekannt.

Der Angeklagte (Mitte) sitzt im Gerichtssaal zwischen seinem Anwalt und einer Dolmetscherin.
Der Angeklagte (Mitte) sitzt im Gerichtssaal zwischen seinem Anwalt und einer Dolmetscherin.  © DPA

Der für Donnerstag geplante Termin werde aufgehoben, sagte der Vorsitzende Richter. Voraussichtlich werde in der zweiten Januarwoche weiterverhandelt.

Der Verteidiger des angeklagten Afghanen hatte zuvor weitere Anträge unter anderem auf Befragung der Mutter des Angeklagten zu dessen Alter gestellt, über die die Kammer bis zum Mittag noch nicht entschieden hatte.

Zuvor waren zwei Zeugen gehört worden. Am späten Mittag war die psychiatrische Sachverständige noch dabei, ihr Gutachten vorzustellen.

Ob die Plädoyers noch am Mittwoch gehalten werden, stand zunächst noch nicht fest.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Angeklagten, einem jungen Asylbewerber aus Afghanistan, vor, seine deutsche Freundin aus niederen Beweggründen getötet zu haben.

Er sei eifersüchtig gewesen, weil die 17-Jährige eine andere Beziehung eingegangen sei. 14 Mal soll er mit einem Küchenmesser zugestochen haben.

Der Angeklagte, der nach der Tat den Notruf abgesetzt hatte, schweigt bisher zu den Vorwürfen.

Sanitäter hatten bereits ausgesagt, dass sie das Mädchen noch versucht hatten zu reanimieren. Doch das EKG hätte durchgängig kein Lebenszeichen mehr gesendet.

Mehr zum Thema Gerichtsprozesse Hamburg:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0