Polizei findet nach Notruf tote Frau in Wohnung: Erste Ergebnisse der Ermittler

Flensburg - Schock für die Flensburger Polizei! Nach einem Notruf findet sie in einer Wohnung eine tote Person.

Die Polizei hat das Wohnhaus, in der die Leiche gefunden wurde, abgesperrt.
Die Polizei hat das Wohnhaus, in der die Leiche gefunden wurde, abgesperrt.  © DPA

Dabei handelt es sich um eine Frau aus Flensburg. Nach ersten Erkenntnissen sei sie einem Gewaltverbrechen zum Opfer gefallen.

Wie die Polizei mitteilte, fanden Beamte die tote Frau am Donnerstagmorgen in einer Wohnung.

Die Polizei sei zuvor von einer unbekannten Person zum Tatort gerufen worden.

Aufgrund der Umstände bestehe der Verdacht eines Tötungsdeliktes, sagte eine Polizeisprecherin.

Die Polizei konnte einen mutmaßlichen Tatverdächtigen festnehmen.

Weitere Information sind derzeit nicht bekannt.

Erst am Sonntag wurde südöstlich von Kiel in Preetz eine mysteriöse Frauenleiche gefunden (TAG24 berichtete).

Update, 14.09 Uhr:

Die Polizei tappt im Fall der ermordeten Frau immer noch im Dunkeln. Bis zum Nachmittag konnte sie keine Angaben zu Alter und Herkunft der Getöten machen. Zudem konnte nicht geklärt werden, ob das Opfer und der Tatverdächtige in einer Beziehung zueinander standen.

Ebenso wenig gab es bislang Informationen, wie die Frau ums Leben gekommen ist und wer die Einsatzkräfte alarmiert hat.

Ein Bestatter schiebt eine tote Person in seinen Leichenwagen. (Symbolbild)
Ein Bestatter schiebt eine tote Person in seinen Leichenwagen. (Symbolbild)  © DPA

Update, 15.30 Uhr

Die Todesursache der leblos in ihrer Wohnung aufgefundenen Frau konnte ermittelt werden: Der Polizei zufolge ist die vierfache Mutter in Flensburg am Donnerstagmorgen einem Gewaltverbrechen zum Opfer gefallen.

Unter Verdacht steht ihr Mann (42). Er soll die 39-Jährige tätlich angegriffen und dabei so schwer verletzt haben, dass sie starb, wie die Polizei mitteilte. Der mutmaßliche Täter ließ sich noch in der Wohnung widerstandslos festnehmen. Zuvor waren bei der Polizei mehrere Notrufe eingegangen.

Besonders tragisch: Das Ehepaar hat vier Kinder im Alter von 6, 10, 13 und 16 Jahren.

"Ich gehe davon aus, dass die Kinder zum Zeitpunkt der Auseinandersetzung in der Wohnung waren", sagte Oberstaatsanwältin Stephanie Gropp. Sie könne aber nicht sagen, ob die Kinder das Geschehen unmittelbar mitbekommen haben. Die Kinder seien in die Obhut des Jugendamts übergeben worden. Die Tat ereignete sich gegen 8.25 Uhr, in Schleswig-Holstein sind derzeit Osterferien.

Nach Angaben der Oberstaatsanwältin soll es bereits vor der Tat Streit zwischen den Eheleuten gegeben haben. Sie konnte noch keine Angaben darüber machen, ob der Mann bereits vernommen wurde und ob sich zum Geschehen am Donnerstagmorgen äußern wolle.

In diesem Fall handelt es sich um eine afghanische Flüchtlingsfamilie. Die war nach Angaben der Staatsanwaltschaft 2015 nach Deutschland gekommen. Seit 2016 lebt sie in Flensburg.

Am Freitag will die Staatsanwaltschaft darüber entscheiden, ob sie einen Haftbefehl beantragt. Die genaue Todesursache der Frau sollen nun Mediziner durch eine Obduktion des Leichnams klären.

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