Entwarnung in Bramfeld: Fliegerbombe erfolgreich entschärft!

Hamburg - Wieder ein Einsatz für den Kampfmittelräumdienst in Hamburg: In Bramfeld wurde am Dienstag eine britische Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden.

Einsatzkräfte des Kampfmittelräumdienstes stehen an der Fundstelle.
Einsatzkräfte des Kampfmittelräumdienstes stehen an der Fundstelle.  © Blaulicht-News.de

Wie die Feuerwehr Hamburg am Nachmittag mitteilte, werde ein Sperrradius von 250 Metern rund um die Fundstelle an der Haldesdorfer Straße (auf Höhe der Hausnummer 42) eingerichtet.

Die 500 Pfund schwere Sprengmine liegt auf dem Gelände des Otto-Versandhauses und wurde bei Bauarbeiten entdeckt. Die Mitarbeiter der Otto-Group mussten ihre Arbeitsplätze verlassen. Das Bezirksamt Wandsbek hat nach eigenen Angaben einen Krisenstab eingerichtet.

Einsatzkräfte des Kampfmittelräumdienstes sind bereits vor Ort, um die Straßen abzusperren und über das weitere Vorgehen zu beraten.

Nach ersten Informationen soll die Bombe noch am frühen Abend entschärft werden.

Das Bundeswehrkrankenhaus liege gerade außerhalb des betroffenen Bereichs, sagte ein Feuerwehrsprecher. Der Hubschrauber der Klinik sollte jedoch verlegt werden.

Erst Ende Januar wurde am Hamburger Hafen ein Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden und erfolgreich entschärft (TAG24 berichtete).

Damals hatte es einen Sperrradius von 500 Metern gegeben. Am Abend konnte der Kampfmittelräumdienst dann bereits Entwarnung geben.

Update, 17.45 Uhr: Verspätungen im Busverkehr

Wie die Hamburger Hochbahn auf Twitter mitteilte, müssen die Buslinien 8 und 118 wegen des Feuerwehreinsatzes im Bereich Haldesdorfer Straße und Werner-Otto-Straße aktuell umgeleitet werden. Auch auf der Linie 166 komme es zu Verspätungen.

Update, 18.01 Uhr: Notunterkunft eingerichtet

Am Abend teilte das Bezirksamt Wandsbek weiter mit, dass für betroffene Bewohner eine Notunterkunft im Bundeswehrkrankenhaus in der Lessingstraße 80 eingerichtet wurde.

Die Feuerwehr geht aktuell davon aus, dass die Sperrungen gegen 21 Uhr wieder aufgehoben werden können.

Update, 19.05 Uhr: Entschärfung schwierig

Die Entschärfung der Bombe stellte sich am Abend als besonders schwierig heraus: Der Zünder bestehe laut Feuerwehr teilweise aus dem Kunststoff Bakelit. Da nicht klar sei, ob schon Teile abgebrochen seien, sollte der Zünder mit einer Hochdruck-Wasserstrahlanlage herausgeschnitten werden, erklärte Feuerwehrsprecher Martin Schneider.

Rund 200 Menschen seien im Sperrradius gemeldet. Eine Kleingartenanlage im Warnkreis müsse ebenfalls geräumt werden, weil im schlimmsten Fall eine Gartenlaube keinen Schutz gegen einen Bombensplitter biete.

Der Stadtteil Bramfeld wurde im Zweiten Weltkrieg nach Angaben von Schneider vergleichsweise wenig bombardiert. Die Luftangriffe hätten sich mehr auf den Hafen und die elbnahen Gebiete konzentriert.

Update, 19.41 Uhr: Evakuierung abgeschlossen

Wie die Feuerwehr Hamburg am Abend mitteilte, seien die Evakuierungsmaßnahmen für den Sperrradius nun abgeschlossen. Der Kampfmittelräumdienst werde demnächst mit der Entschärfung beginnen.

Update, 20.26 Uhr: Entwarnung!

Die Fliegerbombe in Hamburg-Bramfeld wurde erfolgreich und ohne Zwischenfälle entschärft. Alle Anwohner dürfen wieder in ihre Häuser zurückkehren.

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