Fliegerbombe in Lüneburg gefunden: 4000 Menschen von Evakuierung betroffen!

Lüneburg - Schon wieder! Arbeiter sind bei Bauarbeiten im Bereich der Kurt-Huber-Straße/ Graf-Schenk-von-Stauffenberg-Straße am heutigen Mittwochmittag auf eine Fliegerbombe aus dem 2. Weltkrieg gestoßen.

Ein Sperrschild grenzt den evakuierten Bereich um eine Bombenentschärfung ab.
Ein Sperrschild grenzt den evakuierten Bereich um eine Bombenentschärfung ab.  © DPA

Die Polizei sperrte in der Folge den Fundort ab und alarmierte Spezialisten des Kampfmittelbeseitigungsdienstes.

Bei dem Sprengkörper handelt sich um den Blindgänger einer Amerikanischen, mit Aufschlagzünder versehenen etwa 75 kg schweren Fliegerbombe aus dem 2. Weltkrieg, die in den heutigen Abendstunden noch vor Ort entschärft oder gesprengt werden muss.

In einem Umkreis von 500 Metern um den Fundort müssten Anwohner in Sicherheit gebracht werden, betroffen seien vermutlich rund 4000 Menschen. Die Evakuierung solle voraussichtlich schon am frühen Abend beginnen.

Die Einsatzkräfte der Polizei bereiten derzeit Sperr- und Evakuierungsmaßnahmen für den Sicherheitsbereich mit einem 500-Meter-Radius rund um den Fundort vor.

Hier wird jetzt evakuiert

Karte mit dem zu evakuierenden Bereich in Lüneburg.
Karte mit dem zu evakuierenden Bereich in Lüneburg.  © Polizeiinspektion Lüneburg

Betroffen sind unter anderem die Bewohner folgender Straßen:

  • Adolf-Reichwein-Straße 1, 2, 3
  • Alfred-Delp-Straße komplett
  • Deutsch-Evern-Weg 25, 27, 29, 31, 35
  • Dietrich-Bonhoeffer-Straße komplett
  • Erwin-von-Witzleben-Straße komplett
  • Göxer Weg 1, 2, 2A, 3, 3A, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 11, 13, 13A, 13B, 13C, 13D, 15, 17, 17A, 19, 19A, 21
  • Graf-Sch.-v.-Stauffenberg-Str. komplett
  • Graf-von-Moltke-Straße 1, 2, 4, 6, 12
  • Hinrich-Wilhelm-Kopf-Straße komplett
  • Jakob-Kaiser-Straße 22, 24, 26
  • Konrad-Adenauer-Straße 31, 33, 35, 37, 39, 41, 43, 66, 72, 74, 76, 78, 80, 82, 84, 86, 88, 90, 90A, 90B
  • Kurt-Huber-Straße komplett
  • Kurt-Schumacher-Straße 10, 10A, 12, 12A, 14, 14A, 16, 18, 20, 22, 24, 26, 28, 30, 32, 45, 59, 61, 63
  • Ludwig-Beck-Straße komplett
  • Olof-Palme-Straße komplett
  • Schützenstraße 17, 17A, 17B, 17C, 18, 19, 20, 21, 22, 23, 24, 25, 26, 27, 28, 29, 30, 31, 32, 33A, 33B, 33C, 33D, 33E, 33F, 33G
  • St. Stephanus-Passage komplett
  • St. Stephanus-Platz komplett
  • Theodor-Heuss-Straße 2, 4, 6, 8, 10, 23, 24
  • Wilhelm-Leuschner-Straße 41, 43, 45, 47, 49, 51, 53, 54, 55, 56, 57, 58, 60, 62, 64, 66, 68, 70, 72, 74, 76, 78, 80, 82, 84, 86

Weitere Informationen können Anwohner und von der vorübergehenden Räumung betroffene sich auf der Internetseite der Stadt Lüneburg ansehen. Die Stadt Lüneburg hat außerdem unter der Telefonnummer 04131-309-3100 eine Hotline geschaltet.

Die Maßnahmen sind für die Abendstunden des heutigen Tages ab 19 Uhr geplant. Der Bahnverkehr Lüneburg - Uelzen und Lüneburg - Hamburg wird durch die Sperrung nicht betroffen sein.

Update, 22 Uhr

Nachdem der Sicherheitsbereich komplett evakuiert wurde, wird Sprengmeister Thomas Krause vom Kampfmittelbeseitigungsdienst Hannover seine Arbeit unverzüglich aufnehmen, teilte die Polizei Lüneburg am Mittwochabend mit.

Update, 18. April

Gegen 22.45 Uhr hatte Sprengmeister Krause seine Arbeit verrichtet. Die Fliegerbombe wurde erfolgreich entschärft.

Die rund 4700 Menschen, die ihre Wohnungen während der Entschärfung verlassen mussten, konnten am Abend wieder in ihre eigenen vier Wände zurückkehren.

Es war seit 2014 die 17. Evakuierungsaktion in Lüneburg wegen eines Blindgängers.

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