Flixbus lässt Mutter von Säugling und zwei Kindern an Haltestelle zurück

Die Mutter alarmierte sofort die Polizei, nachdem der Flixbus nicht mehr da war. (Symbolbild)
Die Mutter alarmierte sofort die Polizei, nachdem der Flixbus nicht mehr da war. (Symbolbild)  © DPA

Bielefeld - Es muss der blanke Horror für drei kleine Kinder gewesen sein. Der Fahrer eines Flixbuses hatte an dem Fernbus-Bahnhof Brackwede ihre Mutter vergessen (TAG24 berichtete). Ein Flixbus-Sprecher verteidigte jetzt den Fahrer.

"Ein extrem bedauerlicher Vorfall", sagte Martin Mangiapia gegenüber der Neuen Westfälischen und fuhr fort: "Der Busfahrer hat eigentlich alles richtig gemacht."

Der Busfahrer hatte dem Sprecher den Vorfall geschildert und versichert, sich an die klaren Regeln gehalten zu haben. "Auf Deutsch und Englisch wurde den Reisenden mitgeteilt, dass es keine Pause geben wird, sondern lediglich ein Halt zum Zu- oder endgültigen Aussteigen", erklärte der Mangiapia weiter.

Nachdem die Frau ausgestiegen war, um nach einer Möglichkeit zu suchen, Milch für ihren Säugling zu erhitzen, war der Bus planmäßig um 7.07 Uhr weitergefahren. Auch vier andere Passagiere hatte der Busfahrer am Busbahnhof stehen lassen.

Flixbus erklärte zudem, dass sie an eine klare zeitliche Taktung gebunden seien: "Wir ähneln dem Zugverkehr“. Auch dass der Sitzplatz, auf dem die Frau zuvor saß, bereits besetzt war, sei dem 39-Jährigem nicht aufgefallen.

"Wenn in Zügen Plätze frei werden, denkt man sich da ja auch nicht immer etwas bei", schlüsselte der Sprecher die Situation auf.

Auf die Frage, warum hingegen die anderen Fahrgäste zurückgelassen wurde, ging Mangiapia nicht ein.

Titelfoto: DPA


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