Tödlicher Flixbus-Unfall bei Leipzig: Fahrer ansprechbar, doch er will nicht reden

Leipzig - Zweieinhalb Monate nach dem tödlichen Flixbusunfall auf der Autobahn 9 in der Nähe von Leipzig ist der Busfahrer zwar ansprechbar.

Der Flixbus-Unfall liegt bereits zweieinhalb Monate zurück.
Der Flixbus-Unfall liegt bereits zweieinhalb Monate zurück.  © Jan Woitas/dpa

Sein Verteidiger habe jedoch mitgeteilt, dass der 59-Jährige eine Aussage zum Unfallhergang verweigert, sagte Andreas Ricken, Sprecher der Staatsanwaltschaft in Leipzig am Mittwoch.

Gegen den Busfahrer wird wegen fahrlässiger Tötung und fahrlässiger Körperverletzung ermittelt. Aufgrund seiner schweren Verletzungen war er zunächst nicht vernehmungsfähig gewesen.

Am 19. Mai war ein Flixbus auf der A9 verunglückt und auf die Seite gekippt, eine Leitplanke bohrte sich durch die Windschutzscheibe (TAG24 berichtete). Eine 63 Jahre alte Frau kam an Ort und Stelle ums Leben (TAG24 berichtete). Der Busfahrer und acht weitere Menschen wurden schwer, 63 Fahrgäste leicht verletzt. Insgesamt saßen 75 Menschen in dem Fernbus, der von Berlin nach München unterwegs war.

Wie Ricken mitteilte, werde derzeit noch das Unfallfahrzeug untersucht, um die Unfallursache zu klären. Ein Gutachten werde Ende August erwartet.

In dem Wrack starb eine 63-jährige Frau.
In dem Wrack starb eine 63-jährige Frau.  © Jan Woitas/dpa

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