Nach Rassismus-Vorwurf: Gucci haut Pullover aus der Kollektion!

New York - Die in Florenz gegründete Luxus-Modemarke "Gucci" hat nach Rassismus-Vorwürfen einen wollenen Pullover aus dem Verkauf genommen. Dieser wurde wegen des sogenannten "Blackfacing" kritisiert.

Viele sehen bei dem Kleidungsstück eine rassistische Anspielung - das "Blackfacing".
Viele sehen bei dem Kleidungsstück eine rassistische Anspielung - das "Blackfacing".  © dpa/PR

Es ist ein Luxus-Pullover aus Guccis Herbst-Winter-Kollektion, der für weltweite Empörung im Netz sorgte. Viele empfanden den Pulli als rassistisch. Die italienische Modemarke sieht sich nunmehr gezwungen, das schwarz-rote Designerstück aus den Läden zu nehmen.

Der Pullover kostet ungefähr 900 US-Dollar (ca. 800 Euro). Genaugenommen handelt es sich um einen schwarzen Pulli mit einem "Rollkragen" fürs halbe Gesicht.

Mode ist ja grundsätzlich Geschmackssache, aber dieses Teilchen erinnert manche eher an eine Sturmhaube, die übers Gesicht gezogen werden soll und aufgrund des roten Highlights an ein "schwarzes Gesicht".

Da der Kragen einen "Cut-out" mit angedeuteten roten Lippen hat, um den Mund der Trägerin frei zu lassen, sahen viele Twitter-User in dem Kleidungsstück eine Anspielung auf das sogenannte "Blackfacing" - eine Art (Theater- und Kostüm-)Schminke, mit deren Hilfe weiße Schauspieler seit dem 18. Jahrhundert die Rollen von dunkelhäutigen Menschen übernahmen. Diese rassistische Stereotype fördere Gucci mit dem Pullover, so der Vorwurf vieler.

Gucci-Pullover sorg für Wirbel

Gucci entschuldigt sich zutiefst.
Gucci entschuldigt sich zutiefst.  © Twitter

Guccis Erklärung war, dass die Modemarke sich bei dem Mode-Stück von "Skimasken" inspirieren ließ und keinerlei rassistische Anspielungen im Sinne hatte.

In die Rekonstruktion alter Materialien und Stoffe wollte man "eine neue Identität" schaffen, so die Modemarke Gucci weiter in ihrer Erklärung. Die Kritik aber riss nicht ab.

Gucci entschuldigt sich nun erneut auf Twitter:

"Gucci deeply apologizes for the offense caused by the wool balaclava jumper. We consider diversity to be a fundamental value to be fully upheld, respected, and at the forefront of every decision we make", ist auf Twitter nach den Vorwürfen zu lesen.

"Gucci entschuldigt sich zutiefst für die mögliche Beleidigung, die der Balaclava-Pullover aus Wolle verursacht hat. Wir betrachten Vielfalt als einen grundlegenden Wert, der uneingeschränkt gewahrt und respektiert werden muss und bei allen Entscheidungen, die wir treffen, an vorderster Front steht."

"Wir können bestätigen, dass das Kleidungsstück unverzüglich aus unserem Online-Store und auch allen anderen Geschäften entfernt wurde", ist in dem Statement außerdem zu lesen.

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