Florida testet nicht erprobten Giftcocktail an Todeskandidaten

Das am 24. August vom Florida Department of Corrections veröffentlichte Foto zeigt eine undatierte Aufnahme von Mark Asay.
Das am 24. August vom Florida Department of Corrections veröffentlichte Foto zeigt eine undatierte Aufnahme von Mark Asay.  © Uncredited/Florida Department Of Corrections/AP/dp

Florida (USA) - Das hat es in den USA noch nie gegeben: Der Todeskandidat Mark James Asay (†53) wurde mit einem Narkosemittel exekutiert, das für solche Zwecke bislang nicht erprobt wurde!

Das Mittel mit dem Namen Etomidate wurde am Donnerstag genutzt, obwohl der Todeskandidat gerichtlich dagegen vorgegangen war. Seine Anwältin sprach in diesem Zusammenhang davon, dass der 53-jährige als "Versuchskaninchen" missbraucht würde.

Grund für den Versuch mit dem neuen Medikament war ein Lieferengpass, denn viele europäische Pharmaunternehmen weigern sich den US-Behörden Nachschub zu liefern. Das bisher genutzte Mittel Midazolam soll offenbar nicht stark genug sein.

Der qualvolle Tod eines verurteilten Mörders hatte im April 2014 für weltweites Entsetzen gesorgt, da dessen Kampf mit dem Tod durch Midazolam ganze 43 Minuten dauerte.

Trotz der Bedenken und Einwände, wurde gestern die Todesstrafe durchgeführt. Letzte Worte wollte Asay nicht mehr sagen, kurz vor seiner Tötung lehnte er das mit den Worten "Nein Sir, möchte ich nicht. Danke", ab, berichtet "Spiegel Online".

Asay soll 1987 in Florida zwei Morde begangen haben.

Titelfoto: Uncredited/Florida Department Of Corrections/AP/dp


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