Mann infiziert sich im Urlaub mit Wurm, der bis in sein Gehirn kriecht

Ron war mit seiner Frau im Urlaub, als er sich mit dem Parasiten infizierte.
Ron war mit seiner Frau im Urlaub, als er sich mit dem Parasiten infizierte.

Florida / Hawaii - Ron (62) und seine Frau hatten sich schon lange auf ihren Trip nach Hawaii gefreut. Endlich ausspannen und die Seele baumeln lassen. Doch nach ihrem Urlaub ging es Ron plötzlich schlecht, doch kein Arzt wusste, was ihm fehlte.

Der einzige Anhaltspunkt war der Besuch in einem Restaurant, in dem der US-Amerikaner einen Salat gegessen hatte. Allerdings war dort aus Versehen eine Schnecke hineingeraten, die er völlig ahnungslos mit aß.

Gegen Ende ihrer Reise fühlte sich der 62-Jährige auf einmal nicht mehr gut. Zuhause angekommen, klagte er über einen brennenden "Hautschmerz" und konnte wenig später nicht mehr richtig urinieren.

Das Paar klapperte Dutzende Ärzte ab, die mit verschiedenen Tests versuchten herauszufinden, was Ron fehlt. Doch keiner konnte ihnen richtig weiterhelfen. Manche meinten auch, er würde einfach nur unter Stress leiden, obwohl der Firmenleiter aus Florida ja gerade aus dem Erholungsurlaub kam.

Ron Fields trug offenbar einen Ratten-Lungenwurm in sich

Der Ratten-Lungenwurm kann bis ins Gehirn kriechen und dort einiges anrichten.
Der Ratten-Lungenwurm kann bis ins Gehirn kriechen und dort einiges anrichten.  © wikipedia

Ron war in dieser Zeit sehr schwach und lag hauptsächlich im Bett. Außerdem kämpfte er gegen "unerträgliche Schmerzen" an. Bis heute konnte das, was Ron passiert ist, nicht richtig diagnostiziert werden. Klar war nur, dass er unter einer parasiterischen Form von Meningitis litt.

Allerdings haben Ron und seine Frau eine schreckliche Vermutung: Offenbar hat sich der US-Amerikaner auf Hawaii einen sogenannten "Ratten-Lungenwurm" eingefangen.

Dessen parasitären Larven werden von Ratten übertragen. Über deren Kot, der von Schnecken gefressen wird, können sie dann auch über - wie in diesem Fall - einen Salat, den Menschen infizieren. Bei vielen treten keine Symptome auf und die Erkrankung heilt von selbst aus.

In manchen Fällen, wie bei Ron, kriecht der Wurm vom Verdauungssystem über die die Blutbahnen bis zum Nervensystem und Gehirn! Was folgt ist alles andere, als angenehm: Fieberähnliche Symptome, Taubheit, Zitteranfälle und Migräne.

"Sie müssen sich das so vorstellen, dass es sich anfühlt, als würde eine Kugel langsam durch ihr Gehirn rollen", erklärt die Ärztin Sarah Park den schrecklichen Zustand.

Der heute 64-Jährige kann laut Daily Mail mittlerweile zwar wieder arbeiten, hat aber seinen Gleichgewichtssinn verloren und leidet noch immer an Neuropathie (Nervenleiden). Täglich hat er mit körperlichen Schmerzen zu kämpfen. Seine einzige Hilfe ist nicht überall legal: Marihuana.

Im Jahr 2017 wurden auf Hawaii 18 Fälle der parasitären Krankheit registriert, die seit 50 Jahren auf der Insel zu finden ist. Seitdem werden jährlich im Durchschnitt bis zu neun Fälle gemeldet.