Fluchtversuch! Polizist schießt bei Verkehrskontrolle auf Transporter

Hamburg - Weil der Fahrer eines Transporters in Hamburg auf mehrere Polizisten zugefahren ist, hat einer der Beamten auf das Auto geschossen.

Ein Polizeibeamter untersucht den Transporter nach dem Vorfall.
Ein Polizeibeamter untersucht den Transporter nach dem Vorfall.  © HamburgNews/Christoph Seemann

Der Grund: Die Beamten hätten den Wagen am Sonntagabend für eine Verkehrskontrolle anhalten wollen - aber der Mann ergriff die Flucht und sei dann mit dem Transporter auf die Polizisten zugefahren.

Einer der Beamten gab einen Schuss auf die Frontscheibe des Autos ab und stoppte den Fahrer damit. Dieser wurde dabei vermutlich verletzt - wie genau, war aber zunächst unklar.

Ersten Informationen zufolge durchschlug das Projektil die Frontscheibe des Transporters auf Kopfhöhe. Ob es den Fahrer dabei am Kopf gestreift hat oder ob eine blutende Wund am Kopf des Fahrers durch umherfliegende Glassplitter entstanden ist, konnte bisher nur vermutet werden.

Der Fahrer wurde nach dem Vorfall zur Beobachtung in ein Krankenhaus gebracht, wie ein Polizeisprecher am Montagmorgen sagte. In dem Wagen wurden bei der Kontrolle schließlich auch Drogen gefunden.

Ein Polizist hält bei einer Verkehrskontrolle in Hamburg eine Kelle mit der Aufschrift "Halt Polizei" hoch (Symbolbild).
Ein Polizist hält bei einer Verkehrskontrolle in Hamburg eine Kelle mit der Aufschrift "Halt Polizei" hoch (Symbolbild).

Update, 12.30 Uhr

Nach dem bisherigen Ermittlungsstand kam es zu dem Vorfall mit Schuss aus einer Polizeiwaffe, als die Beamten einen Mercedes Sprinter anhalten und den Fahrer (35) überprüfen wollten. Doch der Mann entzog sich der Kontrolle, raste in seinem Wagen einfach davon und überfuhr bei seiner Flucht auch gleich mehrere rote Ampeln.

Mit angeforderter Verstärkung nahmen die Polizisten die Verfolgung auf, bis der Sprinter der an der Sierichstraße / Ecke Hudtwalckerstraße wegen anderer Autos im Verkehr anhalten musste.

Als die Einsatzkräfte aus ihrem Streifenwagen sprangen, um den Fahrer festzusetzen, dachte der aber scheinbar nicht ans aufgeben, obwohl einer der beiden Beamten bereits die Fahrerscheibe seines Wagens einschlug, um den Fahrer endgültig zu stoppen.

Dann folgte der Schockmoment: Der 35-Jährige fuhr mit dem Sprinter plötzlich auf einen der Beamten zu, woraufhin dieser seine Waffe abfeuerte. Der Sprinter-Fahrer wurde dadurch am Kopf verletzt.

Nach seiner Festnahme kam der Mann in ein Krankenhaus, wurde dort aber zunächst nur stationär aufgenommen. Ob er durch das Projektil oder durch die splitternde Frontscheibe verletzt wurde, blieb angeblich weiter unklar. Wegen des "polizeilichen Schusswaffengebrauchs" ermittelt das Dezernat Interne Ermittlungen.

"Bei der Durchsuchung des Sprinters stellten die Beamten Kleinstmengen von Betäubungsmitteln (Haschisch, Crack, Kokain und "Poppers") sowie 16.000 Euro sicher", hieß es vonseiten der Polizei Hamburg. Das LKA ermittelt. Es wird den Angaben zufolge auch geprüft, ob der Mann überhaupt im Besitz eines Führerscheins ist und woher das viele Bargeld stammt.

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