Abgeschobener Flüchtling springt in den Main: Freunde können ihn nicht retten

Frankfurt - In Frankfurt ist am Samstagabend (20. Oktober) ein Mann im Main ertrunken.

In der Nähe des Holbeinsteigs sprangen die Männer in den Fluss. (Symbolbild)
In der Nähe des Holbeinsteigs sprangen die Männer in den Fluss. (Symbolbild)  © DPA

Wie hessenschau.de berichtet, waren drei Männer in der Nähe des Holbeinsteigs am Mainufer in den Fluss gesprungen.

Die Feuerwehr konnte zwei der Springer retten und ärztlich versorgen. Der dritte Mann war zunächst unauffindbar.

Mehrere Taucher suchten stundenlang nach dem Vermissten, ehe die Leiche des Ertrunkenen im Wasser fanden.

Der Grund für den Sprung in den Main ist bislang noch unklar. Auch über das Geschlecht sowie das Alter der Personen liegen bislang keine Informationen vor.

UPDATE: TOTER WAR ABGESCHOBENER FLÜCHTLING

Die Rettungskräfte konnten den lebensmüden 21-Jährigen schließlich nur noch tot aus dem Main bergen (Symbolbild).
Die Rettungskräfte konnten den lebensmüden 21-Jährigen schließlich nur noch tot aus dem Main bergen (Symbolbild).  © 123RF

Wie die Bild-Zeitung am Sonntag in Erfahrung brachte, handelte es sich bei dem Ertrunkenen um einen 21-jährigen Afghanen, der in der vergangenen Woche seinen Abschiebe-Bescheid erhalten hatte.

Aufgrund dieses Umstandes soll der junge Mann am Boden zerstört und psychisch extrem labil gewesen sein. Als er sich gegen 19 Uhr mit zwei Bekannten, ebenfalls Afghanen, zwischen Holbeinsteg und Friedensbrücke befand, geschah das Unglück.

In Folge eines "psychischen Ausnahmezustandes" riss sich der 21-Jährige sein Hemd vom Körper und sprang in den Main, mit dem Vorhaben sich das Leben zu nehmen. Ohne zu Zögern sprangen seine Begleiter hinterher, retteten ihren Freund zunächst.

Doch der riss sich los, wurde von einem Strudel erfasst und konnte letztlich nur noch tot geborgen werden.

Solltet Ihr selbst von Selbsttötungsgedanken betroffen sein, bei der Telefonseelsorge findet Ihr rund um die Uhr Ansprechpartner, natürlich auch anonym. Telefonseelsorge, bundeseinheitliche Nummer: 08001110111 oder 08001110222 oder 08001110116123.

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