Flüchtlinge in der Warteschleife: Jetzt hilft der Freistaat

Keine Deutschkurse = keine Integrationsmöglichkeit? Landesprojekt soll helfen.
Keine Deutschkurse = keine Integrationsmöglichkeit? Landesprojekt soll helfen.  © DPA

Erfurt - Wer als Flüchtling hier in Deutschland noch auf seine Anerkennung wartet, darf nicht an den staatlich-finanzierten Integrationskursen teilnehmen. Das sorgt für ein hohes Frustpotential.

In Thüringen sind so rund 600 jugendliche Flüchtlinge aus Afghanistan im Moment zum Abwarten verdammt. Aber der Freistaat will sich das nicht länger mit ansehen: Aus einem Projekt, in dem gerade diesen Flüchtlingen Deutschunterricht angeboten wird, ist inzwischen ein Landesprogramm geworden.

"Start Deutsch", so der Name des Programms, plant inzwischen 80 Kurse, so Mirjam Kruppa, die Migrationsbeauftragte des Landes. Kruppa, von Haus aus Rechtsanwältin, lebt mit ihrer Familie in Erfurt. "Das hat sich bewährt", sagt sie zur ihrem Programm und hofft, dass es in den nächsten Jahren weiterlaufen kann.

Es besteht also Hoffnung für die jugendlichen Flüchtlinge, die Wartezeit, bis ihre Anerkennung durch ist, nicht sinnlos vertrödeln zu müssen, weil der Bund die Kurse nicht zahlt. Jetzt können sie selber einen Schritt in Richtung Integration machen.


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