Asylkrise: OB Ludwig will Katastrophenstab einrichten!

OB Barbara Ludwig (53, SPD) überlegt, Turnhallen für Flüchtlinge bereitzustellen.
OB Barbara Ludwig (53, SPD) überlegt, Turnhallen für Flüchtlinge bereitzustellen.

Von Doreen Grasseltund Ronny Licht

Chemnitz - Die Stadt bereitet sich auf die nächsten Flüchtlingswellen vor. OB Barbara Ludwig (53, SPD) überlegt, auch Turnhallen als vorübergehende Unterkünfte bereitzustellen.

Bis zu 400 Plätze sollen so geschaffen werden. „Wir wissen nicht, ob die Zahlen, die wir heute bekommen, morgen noch stimmen“, so die OB. „Es ist nicht mehr so einfach, die simpelsten Einrichtungsgegenstände zu bekommen.“

Sollten in geringen Abständen nun deutlich mehr Flüchtlinge kommen, will das Stadtoberhaupt einen Katastrophenstab einrichten. Unter den zugewiesenen Flüchtlingen werden auch etwa 180 Minderjährige sein, welche ohne ihre Eltern auf der Flucht sind.

Wie viele Flüchtlinge Chemnitz in nächster Zeit  erreichen werden, ist unsicher.
Wie viele Flüchtlinge Chemnitz in nächster Zeit erreichen werden, ist unsicher.

Für sie wird es ab Januar neue Unterkünfte in der Friedrich-Hähnel-Straße in Helbersdorf und in der Ritterstraße im Zentrum geben.

Währenddessen macht die Landesdirektion Sachsen weitere Nägel mit Köpfen - auf dem Kaßberg und in Bernsdorf wurden zwei neue Objekte zur Erweiterung der Erstaufnahmeeinrichtung angemietet. Am Stephanplatz sollen Asylbewerber in ein leerstehendes Wohnhaus einziehen. Am Thüringer Weg sollen Flüchtlinge in einem ehemaligen Studentenwohnheim untergebracht werden.

In beiden Objekten werden noch die Duschen repariert, der Bezug könnte noch diese Woche beginnen.

Fotos: imago, Peter Zschage


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0