Tausende Plätze weniger für Flüchtlinge in Hessen

Wiesbaden - Hessen schraubt seine Reserven bei den Plätzen für die Erstaufnahme von Flüchtlingen weiter nach unten.

Hessen schraubt die Kapazitäten für die Erstaufnahme von Flüchtlingen nach untern. (Symbolbild)
Hessen schraubt die Kapazitäten für die Erstaufnahme von Flüchtlingen nach untern. (Symbolbild)  © DPA

Die beiden Einrichtungen Hanau (Sportsfield Housing) und Kassel-Calden (Alter Flugplatz) mit zusammen 2590 Plätzen werden nun vollständig aufgegeben, wie das Sozialministerium am Montag in Wiesbaden mitteilte.

"Seit vielen Monaten zeigt sich die Zugangssituation konstant stabil. Eine weitere Reduzierung der Belegungskapazitäten ist daher notwendig", erklärte Sozialminister Kai Klose (Grüne).

Die beiden Standorte waren zuletzt passiv geführt worden. Das bedeutet, dass sie im Fall eines plötzlichen Anstiegs der Flüchtlingszahlen kurzfristig hätten reaktiviert und belegt werden können.

Das Land betreibt nun noch fünf Einrichtungen für die Erstaufnahme, und zwar in Gießen, im mittelhessischen Neustadt (Ernst-Moritz-Arndt Kaserne), in Rotenburg an der Fulda (Alheimer Kaserne), Büdingen im Wetteraukreis (Armstrong Kaserne) und in Kassel-Niederzwehren (Bereitschaftspolizei).

Zusammen würden damit 6380 Plätze vorgehalten, davon seien aktuell rund 1780 belegt. Von März 2018 bis Februar 2019 waren monatlich zwischen 720 und 100 Asylsuchende nach Hessen gekommen.

Hessen betreibt nur noch fünf Einrichtungen für die Erstaufnahme. (Symbolbild)
Hessen betreibt nur noch fünf Einrichtungen für die Erstaufnahme. (Symbolbild)  © DPA

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