Polizei stoppt 52 Flüchtlinge im Görlitzer Stadtgebiet

In diesem Gebäude sollen die aufgegriffenen Asylsuchenden vorerst eine Nacht bleiben.
In diesem Gebäude sollen die aufgegriffenen Asylsuchenden vorerst eine Nacht bleiben.

Görlitz - Die Polizei stoppte am Sonntagvormittag 52 Asylsuchende im Stadtgebiet von Görlitz.

"Zunächst wurden 10 Personen im Bereich der Dr.- Kahlbaum-Allee festgestellt, kurze Zeit Später 33 weitere Personen in der Nähe des Eisenbahnviaduktes und 9 Personen im Bahnhof Görlitz festgestellt", erklärte Polizeisprecher Bernd Förster.

Bei allen handelt es sich um illegal eingereiste Flüchtlinge. 33 von ihnen kommen aus Afghanistan, bei ihnen soll es sich nach ersten Befragungen um eine Großfamilie handeln. Die übrigen 19 sind Syrer. Unter ihnen sind viele Frauen und Kinder.

"Aufgrund der Größe der Gruppe ist von einer Schleusung auszugehen, Täter konnten in diesem Zusammenhang nicht festgestellt werden", so Förster.

Die Flüchtlinge wurden vorerst in ein leer stehendes Gebäude der Bundespolizei Ludwigsdorf gebracht.

Flüchtlinge halfen dem THW bei der Einrichtung der Notunterkunft.
Flüchtlinge halfen dem THW bei der Einrichtung der Notunterkunft.

Mithilfe des THW wurden das Haus notdürftig für eine Übernachtung eingerichtet und die Menschen mit Lebensmitteln versorgt.

Voraussichtlich am Montag sollen die 52 Flüchtlinge in die Erstaufnahmeeinrichtung nach Chemnitz gebracht werden, berichtet Radio Lausitz.

Auf der Suche nach den Schleusern bittet die Polizei die Bevölkerung um Mithilfe: "Wer kann sachdienliche Hinweise zu den beschriebenen zwei Schleusungen machen, insbesondere zu möglichen Transportfahrzeugen oder Schleusern?", fragt Polizeisprecher Bernd Förster.

Auch wer beobachtet, wie große Personengruppen aus Kleintransportern und Lastern abgesetzt werden, solle dies sofort bei der Polizei melden. Telefon der Bundespolizei: 03581/36260.

Fotos: Danilo Dittrich


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