Kriminelle Flüchtlinge: So streitet die Politik

Uwe Wurlitzer (40, AfD) rechnet mit einer viel höheren Dunkelziffer.
Uwe Wurlitzer (40, AfD) rechnet mit einer viel höheren Dunkelziffer.

Von Torsten Hilscher

Dresden - Die sächsische Kriminalstatistik zu Asylbewerbern (MOPO berichtete) hat Nachwehen. Während linke und gemäßigte Politiker vor Missbrauch der Zahlen warnen, mutmaßt die AfD.

So sagte Uwe Wurlitzer (40), Geschäftsführer der AfD-Landtags-Fraktion: „Wenn wir davon ausgehen, dass viele Fälle nicht zur Anzeige gebracht werden, dürfte die Dunkelziffer noch wesentlich höher sein.“ Die Zahlen des Innenministeriums seien erschreckend.

Die flüchtlingspolitische Sprecherin der Linken, Juliane Nagel (37), hingegen bezeichnete die Statistik als „Grund zur Freude“ für alle, die Fakten zur Kenntnis nehmen wollen, anstatt Lügen und Verschwörungstheorien zu folgen.

Ist mit der Statistik sehr zufrieden: Juliane Nagel (37), flüchtlingspolitische Sprecherin der Linken.
Ist mit der Statistik sehr zufrieden: Juliane Nagel (37), flüchtlingspolitische Sprecherin der Linken.

Sie belege auch, dass Asylsuchende nicht per se krimineller sind als Einheimische.

Die Bezeichnung „Kriminalitätsentwicklung Zuwanderung“ aber sei irreführend. Denn es ginge nicht um Zugewanderte insgesamt.

Das Ministerium hatte Teile der Daten auf eine Kleine Anfrage der AfD hin zusammengestellt.

Ergebnis war, dass zwischen Januar und September rein rechnerisch jeder zehnte Asylbewerber straffällig wurde, den Großteil der Taten allerdings einige wenige zu verantworten haben. Gemessen an der Gesamtzahl.

Fotos: Christian Suhrbier (2), Holm Helis (1), momentphoto.de (1)


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