Flüchtlinge machen in der Kirche Blasmusik

Milad (10) aus dem Irak muss über die seltsamen Geräusche aus der Tuba herzlich lachen.
Milad (10) aus dem Irak muss über die seltsamen Geräusche aus der Tuba herzlich lachen.

Von Jan Berger

Grimma - Mit Musik geht alles leichter - auch die Integration von Geflüchteten. Die Sächsische Bläserphilharmonie lud am Samstag 300 Asylsuchende in die Klosterkirche St. Augustin ein und stellte typisch europäische Blasinstrumente vor.

Bei Erwachsenen erzeugte das Freude und Staunen, bei Kindern leuchtende Augen. Besonders das Projekt „Instrumentenkarussell“ erzeugte Frohlocken.

Jeder durfte sich unter Anleitung der 35 Profi-Musiker an den verschiedenen Instrumenten probieren - von der Tuba bis zur Piccolo-Flöte gab es lauter laute und leise Töne.

Sebastian Bachran, Stadtsprecher von Grimma: „Besonders die Kinder haben ein großes Geschick und Interesse an den Tag gelegt. Sie versuchten auch, ihre Fragen auf Deutsch zu stellen.“

Leipzigs Landrat Henry Graichen: „Musik öffnet spielerisch den Zugang zu unserer Kultur und verbindet über verschiedene Sprachen hinweg.“ Deshalb legte der Landkreis das Projekt „Notenschlüssel zur Integration“ auf.

Hiam (8) aus Syrien entlockt dem Waldhorn beim Instrumentenkarussell ganz sanfte Töne.
Hiam (8) aus Syrien entlockt dem Waldhorn beim Instrumentenkarussell ganz sanfte Töne.

Fotos: Norbert Neumann


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