Flüchtlinge melden Demo in Chemnitz an

Die Flüchtlinge starten um 14 Uhr am Theaterplatz und ziehen bis zum Marx-Monument.
Die Flüchtlinge starten um 14 Uhr am Theaterplatz und ziehen bis zum Marx-Monument.

Chemnitz - Jetzt melden sich die Flüchtlinge zu Wort. Am Samstag wird ein Bündnis aus Asylbewerbern am Theaterplatz in Chemnitz demonstrieren.

Zur Demo "Solidarität mit den Flüchtlingen" wurden 200 Teilnehmer bei der Stadt angemeldet.

Sie fordern eine schnellere Bearbeitung der Asylanträge, geeignetere Unterkünfte und eine bessere Integration durch Deutschkurse sowie ein Recht auf Arbeit.

Damit reagieren die Asylbewerber auf die wochenlangen Kundgebungen der PEGIDA in Dresden und "Chemnitz wehrt sich", einer Gruppierung, die vor einer Überfremdung durch Flüchtlinge warnen will. Die Asylsuchenden bekommen dabei auch Unterstützung der TU Chemnitz und Chemnitz nazifrei.

Landtagsabgeordnete Susanne Schaper (Die Linke) wird die Asylbewerber am Samstag unterstützen.
Landtagsabgeordnete Susanne Schaper (Die Linke) wird die Asylbewerber am Samstag unterstützen.

"Chemnitz wehrt sich" wird ebenfalls am Samstag nur einige Meter von den Asylbewerbern entfernt auf die Straße gehen, um gegen die ihrer Ansicht nach "verfehlten Asylpolitik des Staates, des Landes und der Kommunen" zu protestieren.

Die Flüchtlinge starten am Samstag um 14 Uhr am Theaterplatz und ziehen bis zum Marx-Monument. Dort gibt es gegen 15 Uhr eine Abschlusskundgebung.

Auch Landtagsabgeordnete Susanne Scharper (Die Linke) wird die Asylbewerber am Samstag unterstützen.

"Ich finde es gut, dass die Flüchtlinge die Initiative ergreifen, um auf ihr Schicksal aufmerksam zu machen. Sorgen mache ich mir allerdings, dass zur gleichen Zeit auch "Chemnitz wehrt sich" auf die Straße geht. Ich befürchte, dass es zu Ausschreitungen kommen könnte."

Die Asylsuchenden wollen zeigen, dass alle Asylbewerber in Deutschland Probleme hätten, egal aus welchem Land sie stammen.

Fotos: ITPC, dpa


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0