Flüchtlinge werden mit Lkw nach Deutschland geschmuggelt und ausgesetzt

Mit einem Lkw kamen die Männer über die Grenze. (Symbolbild)
Mit einem Lkw kamen die Männer über die Grenze. (Symbolbild)  © DPA

Probstzella - Die Bundespolizei stellte am vergangenen Freitag einen 28-jährigen Iraner am Bahnhof in Probstzella fest, welcher nach derzeitigem Kenntnisstand mit einem LKW unerlaubt nach Deutschland eingeschleust wurde.

Im Rahmen der polizeilichen Ermittlungen hat man herausgefunden, dass sich im LKW drei weitere bislang unbekannte Personen befanden. Eigentlich sollte die Fahrt mit dem Lkw von der Türkei nach Großbritannien gehen, doch in Bayern mussten die Flüchtlinge aus dem Fahrzeug aussteigen und von dort zum Bahnhof in Probstzella laufen.

Der zur Schleusung genutzte LKW bestand aus einer weißen Zugmaschine und einem blauen Planenauflieger, der unter anderem mit den Buchtstaben "P" und "U" beschriftet war und Paletten mit Leder, umwickelt mit Folie, transportierte.

Nach bisherigen Erkenntnissen wurde die Einschleusung von zwei männlichen Personen organisiert, die die Geschleusten bis zur Ankunft in Bayern begleiteten. Einer der Männer schien starker Raucher, kleiner als 1,82 Meter und vermutlich kurdischer Herkunft zu sein.

Die zweite Person ist ungefähr 28 Jahre alt und vermutlich afghanischer Herkunft. Dieser Mann trägt ein sichtbares, auffälliges Tattoo im Nackenbereich, welches einen Vogel mit geöffnetem Schnabel darstellt.

Für die Schleusung bezahlte der festgenommene Iraner nach eigenen Angaben 3000 Euro und musste seinen Reisepass beim Schleuser hinterlassen.

Zur Ergreifung der Täter sowie zur Aufklärung der Tat bittet die Bundespolizei um Mithilfe. Hinweise nimmt die Bundespolizeiinspektion Erfurt unter 0361/659830 oder jede andere Polizeidienststelle entgegen.

Titelfoto: DPA


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