Flüchtlinge protestieren gegen lange Wartezeiten

Das Asylheim in Grillenburg.
Das Asylheim in Grillenburg.

Von Hermann Tydecks

Tharandt - Unruhe im Asylheim Grillenburg: Die Hälfte der 80 Flüchtlinge verweigerte am Dienstag das Mittagessen.

Außerdem verteilten sie auf der Straße Zettel an Autofahrer. „Die Asylbewerber protestierten dagegen, dass sie auf die Erstregistrierung und Erstuntersuchung warten müssen“, sagt Ingolf Ulrich (49), Sprecher der für die Asylunterkunft zuständigen Landesdirektion Sachsen (LDS).

Drei der Bewohner warten bereits seit über fünf Monaten auf ihre Bearbeitung. Die Beschwerden richteteten sich auch gegen unzureichend bereitgestelltes Trinkwasser.

Das DRK betreut die Unterkunft, konnte die angespannte Lage noch am gleichen Tag durch Gespräche beruhigen. Anschließend beendeten die Flüchtlinge ihren Hungerstreik.

„Die vorgebrachten Beschwerden haben die DRK-Mitarbeiter allerdings hart getroffen“, bedauert Ulrich. „Im Objekt Grillenburg herrschte bis dahin eine fast schon familiäre Atmosphäre zwischen Asylbewerbern und Betreuern, die es nun wieder herzustellen gilt.“

Foto: Christian Essler


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