Flüchtlingsboot legt in Dresden an

Die "Al-hadj Djumaa" war im Sommer 2013 mit 217 Eritreern und 65 Äthiopiern an Bord aus Ägypten gekommen.
Die "Al-hadj Djumaa" war im Sommer 2013 mit 217 Eritreern und 65 Äthiopiern an Bord aus Ägypten gekommen.  © dpa/PR Outlaw

Dresden - Dieses Flüchtlingsboot hat schon viele Stationen in Deutschland hinter sich gebracht. In der kommenden Woche legt es als 19. Etappe in Dresden an - am Dienstag ist es so weit. Jetzt steht auch fest, wo.

Das Projekt ist eingebettet in eine Reihe von Veranstaltungen rund um die Themen Frieden, Kultur und Stadt. "Mit Sicherheit gut ankommen": So heißt das sozial-kulturelle Schiffsprojekt zu Flucht und Migration, das in der Zeit vom 28.7. bis 1.10.2017 bundesweit läuft.

"Kern des Projekts bildet die Reise von zwei Schiffen mit mehreren Stationen in Hafenstädten entlang der deutschen Nordseeküste und kreuz und quer durch Deutschland über Flüsse und Kanäle im Sommer 2017", heißt es auf der offiziellen Seite der Aktion.

Ursprünglich sollte das Boot auf dem Dresdner Neumarkt gezeigt werden - die Stadt hatte aus Termingründen abgelehnt (TAG24 berichtete).

Der dänische Künstler Jens Galschiot bei "seinen" Kupfer-Statuen.
Der dänische Künstler Jens Galschiot bei "seinen" Kupfer-Statuen.  © Outlaw-Stiftung

Das Schiff in Dresden heißt "Al-hadj Djumaa" und gehört der gemeinnützigen Vereinigung „Rederij Lampedusa“ aus Amsterdam. Es war im Sommer 2013 mit 217 Eritreern und 65 Äthiopiern an Bord aus Ägypten gekommen und wurde vor Lampedusa von der italienischen Küstenwache beschlagnahmt. Auf dem Boot stehen 70 Kupfer-Statuen des dänischen Künstlers Jens Galschiøt.

Vom kommenden Dienstag (19.9.) bis Donnerstag wird das Flüchtlingsboot am Elbufer gezeigt. Nach neuesten Informationen wird es am Neustädter Hafen rechtselbisch zwischen Marienbrücke und Pieschen aufgebaut.

Um 13 Uhr gibt es laut Rathausseite die offizielle Begrüßung mit Petra Köpping (Sächsische Staatsministerin für Gleichstellung und Integration), der Schirmherrin Annekatrin Kleppsch (Kulturbürgermeisterin in Dresden) und Gerald Mennen von der Outlaw-Stiftung.

Von der Outlaw-Stiftung hieß es: "Ziel dieses sozial-kulturellen Schiffsprojektes ist es, mit diesem 'Hingucker' und mit den begleitenden Veranstaltungen und Aktionen entlang der Route Gelegenheiten zu bieten, sich mit dem Thema Flucht und Migration auf eine andere Weise als gewohnt auseinander zu setzen. Hilfsprojekte, Flüchtlingsinitiativen und Einrichtungen der Flüchtlingshilfe können sich der Öffentlichkeit präsentieren und ihre Arbeit diskutieren lassen. Das trägt zur Transparenz der Flüchtlingsarbeit und ihrer Ziele vor Ort bei."

Informationen zu allen Stationen findet Ihr >>hier.


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