Baracke in Flammen: Flüchtlingsheim sorgt erneut für Aufsehen!

Dichter Rauch drang aus einer Baracke im Flüchtlingsheim Staumühle.
Dichter Rauch drang aus einer Baracke im Flüchtlingsheim Staumühle.  © Marc Köppelmann

Hövelhof - Nach einem Brand in der Flüchtlingsunterkunft Hövelhof-Staumühle im Kreis Paderborn wurden 30 Menschen verletzt, einer davon schwer.

Insgesamt wurden durch den Brand nach derzeitgen Erkenntnissen 57 Personen verletzt. Davon konnten 27 Menschen nach ambulanter Behandlung vor Ort entlassen werden.

30 Personen wurden in umliegende Krankenhäuser gebracht, von denen 25 nach ambulanter Behandlung noch am Nachmittag entlassen werden konnten. Mindestens eine Person wurde schwer verletzt.

Das Feuer ist am Donnerstagnachmittag aus bisher noch nicht geklärten Gründen ausgebrochen. Die Einsatzkräfte konnten die Flammen am Abend löschen.

Zunächst übernahm der Staatsschutz der Polizei Bielefeld die Ermittlungen von der Polizei Paderborn. Nach derzeitigem Erkenntnisstand liegen keine Anhaltspunkte für einen fremdenfeindlichen Hintergrund vor.

Seit dem Donnerstagabend ist eine Ermittlungskommission der Polizei Bielefeld unter Leitung von Kriminalhauptkommissar Jürgen Kollien mit Unterstützung der Polizei Paderborn eingesetzt. Die Ermittlungen dauern an.

Das Asylheim bietet Platz für knapp 900 Menschen. Aktuell leben dort etwa 500 Flüchtlinge. Die Notunterkunft sorgt immer wieder für Aufsehen. Deshalb wurde erst am Donnerstag bestätigt, dass die Zahl des Sicherheitspersonals erhöht wird (TAG24 berichtete).

In dem Asylheim leben vor allem Menschen, die vom Balkan kommen. Da ihre Heimat als sicher eingestuft wird, warten sie in Hövelhof auf ihre Abschiebung.

Da das Flüchtlingsheim als letzte Station gilt, ist sie bei Zuwanderern mehr als unbeliebt. Immer wieder kommt es zu Tumulten und Auseinandersetzungen.

UPDATE, 06.45 Uhr: Nach dem Brand mit zahlreichen Verletzten sind nun fünf Bewohner festgenommen worden.

Sie stünden im Verdacht, "an Matratzen gezündelt zu haben", sagte ein Sprecher der Bielefelder Polizei am frühen Freitagmorgen.

UPDATE, 15.35 Uhr: Nach bisherigen Ermittlungen sind drei 20- und 21-jährige Asylbewerber aus Algerien, die in der Notunterkunft wohnen, dringend tatverdächtig. Sie haben wohl vorsätzlich in dem Heim Feuer gelegt.

Anlass war offenbar die Unzufriedenheit der Beschuldigten mit ihrer Unterbringungssituation in der Einrichtung.

Die Männer sind gestern Abend vorläufig festgenommen worden. Die Staatsanwaltschaft Paderborn hat am Freitagnachmittag gegen sie beim Amtsgericht Paderborn den Erlass eines Haftbefehls wegen besonders schwerer Brandstiftung beantragt.

Zwei weitere Bewohner der Unterkunft waren zunächst ebenfalls vorläufig festgenommen, dann aber wegen mangelnden Tatverdachts wieder auf freien Fuß gesetzt worden.

Ein Brandsachverständiger hat den Brandort begutachtet und bestätigt, dass das Feuer an dem Ort gelegt worden ist, wo sich nach den bisherigen Ermittlungen die beschuldigten Männer zur Tatzeit aufgehalten haben.

Die weiteren Ermittlungen dauern an.

Ergänzende Auskünfte zu der Anzahl der Verletzten und der Art ihrer Verletzungen können derzeit nicht erteilt werden.

Anhaltspunkte für einen fremdenfeindlichen Hintergrund haben sich weiterhin nicht ergeben.

Die Feuerwehrleute kämpften lange gegen die Flammen an.
Die Feuerwehrleute kämpften lange gegen die Flammen an.  © Marc Köppelmann
40 Flüchtlinge werden wegen dem Verdacht auf Rauchgasvergiftung behandelt.
40 Flüchtlinge werden wegen dem Verdacht auf Rauchgasvergiftung behandelt.  © Marc Köppelmann
Der Notarzt musste kommen.
Der Notarzt musste kommen.  © Marc Köppelmann
Irgendwann bekamen die Feuerwehrleute die Flammen unter Kontrolle.
Irgendwann bekamen die Feuerwehrleute die Flammen unter Kontrolle.  © Marc Köppelmann

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