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Früher war ich Ausländerfeind, heute bin ich Flüchtlingshelfer

Chemnitz - Früher hetzte er als Regionalchef der Republikaner gegen Ausländer - heute organisiert er Hilfe für Migranten. Das Leben von Michael Beyerlein (57) nahm eine 180-Grad-Wende.
An seine frühere Mitgliedschaft bei den Republikanern erinnert sich der Flüchtlingshelfer heute nur ungern.
An seine frühere Mitgliedschaft bei den Republikanern erinnert sich der Flüchtlingshelfer heute nur ungern.

Von Jan Berger

Chemnitz - Früher hetzte er als Regionalchef der Republikaner gegen Ausländer - heute organisiert er Hilfe für Migranten. Das Leben von Michael Beyerlein (57) nahm eine 180-Grad-Wende. Schlüsselerlebnis war die Menschlichkeit, die er bei den Flüchtlingen kennenlernte.

Schon die Kindheit in Hof glich eher einer Katastrophe. Immer wieder musste Michael ansehen, wie der jähzornige Vater Mutter und Brüder blutig schlug. „Er war Nazi und Judenhasser, die Zeit war für ihn 1945 stehen geblieben“, erinnert sich Beyerlein.

„Und seine verlorene Jugend ließ er uns spüren.“

Eine Beziehung zu seinen Eltern konnte er nicht wirklich aufbauen, bereits mit 13 las er die ultrarechte „Nationalzeitung“.

Seit Jahren ist der einstige Ausländerfeind mit Sissi (50) aus Afrika glücklich verheiratet.
Seit Jahren ist der einstige Ausländerfeind mit Sissi (50) aus Afrika glücklich verheiratet.

Als gelernter Berufskraftfahrer stellte er bei den Fahrten ins Ausland fest, dass die Deutschen dort nicht sonderlich beliebt sind - seine Ressentiments gegen Ausländer verstärkten sich erst recht.

Als Mitte der 80er die Republikaner Parolen wie „Deutschland den Deutschen“ und „Das Boot ist voll“ auf Plakate schrieben, war er sofort dabei und fand die Anerkennung, die er immer gesucht hatte.

In der Partei machte Beyerlein schnell Karriere, stieg zum Bezirksvorsitzenden auf und galt als junger Hoffnungsträger.

Von der rechten Laufbahn kam er eher zufällig und anfangs widerwillig ab. Ein Freund überredete ihn, mit ihm den Gottesdienst eines kanadischen Missionars anzusehen. Die Begegnung mit diesem „komischen Ausländer“ löste bei ihm Begeisterung aus.

Michael Beyerlein (l.) und Republikaner-Chef Franz Schönhuber (Mitte) in den 80er-Jahren: Damals hetzten sie gegen Ausländer.
Michael Beyerlein (l.) und Republikaner-Chef Franz Schönhuber (Mitte) in den 80er-Jahren: Damals hetzten sie gegen Ausländer.

Beyerlein: „Er strahlte so viel Liebe, Offenheit und Freundlichkeit aus. Und er sprach von Jesus in außergewöhnlicher Weise.“

Wenig später besuchte der Republikaner den Missionar an dessen Arbeitsplatz - im Flüchtlingsheim. Er hatte große Vorbehalte, schließlich war das für ihn „Feindesland“.

Und doch sollte sich hier sein Weltbild ändern. Denn was er dort erlebte, konnte er sich bisher gar nicht vorstellen.

Beyerlein: „Es gab keine Zimmer, nur Wolldecken als Trenner - und da lebten ganze Familien. Obwohl sie nichts hatten, luden sie mich ein und teilten alles. Sie waren herzlich und freundlich.“

Er empfand plötzlich für Leute, die ihm fremd und damit verhasst waren, Nächstenliebe. Bald darauf, im Jahr 2000, verlässt er die rechte Partei. Doch es sollte noch Jahre dauern, bis er sich zum Missionar ausbilden ließ und im Rahmen eines Praktikums 2011 nach Afrika geschickt wurde.

Beyerlein gründete den Migrantentreff „Chemnitzer Brücke“ - inzwischen gibt er auch Deutsch-Unterricht.
Beyerlein gründete den Migrantentreff „Chemnitzer Brücke“ - inzwischen gibt er auch Deutsch-Unterricht.

Dort sollte seine Wandlung vollkommen werden. Der einstige Rassist verliebte sich in die Übersetzerin Sissi. Sie ist Tutsi, hatte den grausamen Völkermord in Ruanda überlebt.

Inzwischen sind die beiden längst verheiratet und engagieren sich in Sachsen für Flüchtlinge. Sissi beim Integrationstreff „Chemnitzer Brücke“, Michael als Koordinator für Asyl- und Flüchtlingsarbeit der Diakonie.

Bei den PEGIDA-Leuten gilt er freilich als Feindbild. Doch das stört ihn nicht.

Michael Beyerlein: „Es ist noch sehr viel Aufklärungsarbeit notwendig. Und das kann auch gelingen.“

Beyerlein weiß genau, warum die „besorgten Bürger“ Ängste und Vorurteile haben. Auch wenn ihn die Erinnerung schaudern lässt: Er gehörte einst selbst zu ihnen - auch wenn er es heute besser weiß.

Wer mehr lesen will, findet weitere Infos hier.

Fotos: Sven Gleisberg, privat

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