Immer mehr Flüchtlingskinder gehen in Dresden zur Schule

Für die Einrichtung von Vorbereitungsklassen in Dresdner Schulen ist Schulbürgermeister Peter Lames (52, SPD) mitverantwortlich.
Für die Einrichtung von Vorbereitungsklassen in Dresdner Schulen ist Schulbürgermeister Peter Lames (52, SPD) mitverantwortlich.

Von Dominik Brüggemann

Dresden - In den nächsten Monaten erwartet die Stadt Dresden bis zu 500 unbegleitete ausländische Minderjährige.

Für sie und andere ausländische Jugendliche muss die Stadt so genannte Integrationsklassen anbieten, in denen die Schüler neben den normalen Schulfächern auch Deutsch als Fremdsprache lernen. Die Anzahl dieser Klassen steigt stetig, wie neue Zahlen der Stadt belegen.

Aktuell lernen 1020 ausländische Schüler an 26 Schulen in 55 Vorbereitungsklassen. Damit die Integration gelingt, läuft der Unterricht in insgesamt drei Etappen: Die ersten sechs bis acht Wochen lernen die Schüler ausschließlich die deutsche Sprache.

Danach steht die "Teilintegration" in den normalen Unterricht an.

In Dresden lernen junge Flüchtlinge die deutsche Sprache in so genannten Vorbereitungsklassen.
In Dresden lernen junge Flüchtlinge die deutsche Sprache in so genannten Vorbereitungsklassen.

Sport, Musik oder Kunst machen den Anfang, weil hier die Sprache im Hintergrund steht. Diese Stufe dauert ein bis eineinhalb Jahre.

Danach geht’s in die Regelklassen, zusätzliche Deutschstunden stehen dann nur noch selten auf dem Plan.

Neben dem offiziellen Lehrplan setzt die Stadt auf die Hilfe der Dresdner: "Bei der großen Anzahl von Minderjährigen benötigen wir die Unterstützung von engagierten Bürgern. Der regelmäßige persönliche Kontakt ist für die jungen Menschen, die sich in der Fremde zurechtfinden müssen, sehr wichtig", so Cornelia Jager vom städtischen Jugendamt.

Die Verwaltung plant für 2016 knapp 70 zusätzliche Personalstellen für das Thema Asyl ein, 2015 waren es bereits 110 Stellen. Weitere Infos gibt es hier.

Fotos: Holm Helis (2)


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0