Viele Flüchtlingskinder in OWL dürfen nicht zur Schule gehen

Bielefeld - Seit Mittwochmorgen gehen in Ostwestfalen-Lippe rund 280.000 Kinder wieder zu Schule. Aber nicht allen Kindern in der Region ist es erlaubt, den Unterricht zu besuchen.

Vielen Flüchtlingskindern bleibt der Schulunterricht verwehrt. (Symbolbild)
Vielen Flüchtlingskindern bleibt der Schulunterricht verwehrt. (Symbolbild)  © DPA

In den Erstaufnahmeeinrichtungen in Bielefeld, in Oerlinghausen, in Herford, in Bad Driburg und in Borgentreich sind laut Angaben der Bezirksregierung rund 220 Kinder untergebracht.

Da diese Kids bis zu sechs Monate in den Einrichtungen bleiben können und noch nicht auf bestimmte Kommunen verteilt sind, besteht für sie laut Gesetz keine Schulpflicht.

Das bedeutet im Umkehrschluss, dass den Flüchtlingskindern wertvolle Zeit gestohlen wird, die sie sinnvoll zur Bildung und zur Integration nutzen könnten.

Der paritätische Wohlfahrtsverband in Nordrhein-Westfalen kritisiert diese Regelung schon seit langem. Seinem Empfinden nach ist diese festgelegte Vorschrift ein Verstoß gegen die Menschenrechte.

Titelfoto: DPA


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