Flugbegleiter-Streik bis Mitternacht verlängert! Zehntausende Passagiere betroffen

Frankfurt am Main - An mehreren deutschen Flughäfen kommt es an diesem Sonntag seit 5 Uhr zu einer Kraftprobe zwischen dem Lufthansa-Konzern und der Kabinengewerkschaft Ufo.

Die Flugbegleiter (Archivbild) wollen am Sonntag von 5 bis 11 Uhr in den Streik treten.
Die Flugbegleiter (Archivbild) wollen am Sonntag von 5 bis 11 Uhr in den Streik treten.  © Oliver Berg/dpa

Diese hat Flugbegleiter der Lufthansa-Töchter Eurowings, Germanwings, Lufthansa Cityline und SunExpress aufgerufen, in der Zeit zwischen 5 und 11 Uhr sämtliche Starts zu bestreiken.

Das Unternehmen wiederum hat angekündigt, sämtliche Flugzeuge wie geplant in die Luft bringen zu wollen. Die Streiks würden dann ins Leere laufen.

Es geht um mehr als 300 Verbindungen mit geschätzt rund 60.000 Gästen an Flughäfen wie Frankfurt am Main, Düsseldorf, Stuttgart, Berlin oder Hamburg.

Eurowings forderte seine Gäste auf, sich über die Flüge im Internet zu informieren. Allein in Düsseldorf sind nach Angaben des Flughafens mehr als 60 Flugbewegungen der Eurowings und SunExpress bedroht.

Bundesweit rechneten Flughäfen und Airlines am Samstag aber mit keinen oder geringen Auswirkungen auf den Flugbetrieb.

Keine Flugbegleiter-Warnstreiks bei der Lufthansa

Ursprünglich wollte die Flugbegleiter-Gewerkschaft Ufo auch die Lufthansa bestreiken. Diese Warnstreiks wurde jedoch am Freitag abgesagt.

Die Lufthansa hatte freiwillig Gehalts-Erhöhungen von 2,0 Prozent für das Kabinenpersonal angekündigt (TAG24 berichtete).

Flugbegleiter-Streik wird bis Mitternacht verlänger

Update 7.30 Uhr: Die Kabinengewerkschaft Ufo hat den Warnstreik der Flugbegleiter an mehreren deutschen Flughäfen von ursprünglich 5 bis 11 Uhr bis um Mitternacht verlängert. Das sagte Daniel Flohr, Vize-Vorsitzender der Gewerkschaft, am frühen Sonntagmorgen der Deutschen Presse-Agentur.

Bestreikt werden die vier Lufthansa-Töchter Eurowings, Germanwings, Lufthansa Cityline und SunExpress. Es geht um Hunderte Verbindungen an Flughäfen wie Frankfurt am Main, Düsseldorf, Stuttgart, Berlin oder Hamburg.

Erste Flüge aufgrund von Streik ausgefallen

Update 9.40 Uhr: An Deutschlands größtem Flughafen Frankfurt/Main sind am Sonntagmorgen wegen des Warnstreiks der Kabinengewerkschaft Ufo Flüge ausgefallen. Lufthansa-Sprecher Jörg Waber sagte, vor allem bei der Konzerntochter Lufthansa Cityline seien hier "vereinzelt Flüge annulliert worden". Genaue Zahlen nannte er nicht. Auch Ufo-Vize Daniel Flohr sprach von "ersten Flugausfällen".

Auf den gesamten Sonntag bezogen lasse sich noch nichts Genaues sagen. "Lufthansa kann auch kurzzeitig andere Airlines einsetzen", erklärte Flohr.

Rund 100 Ausgefallene Flüge wegen Flugbegleiter-Streik

Update, 16 Uhr: Die kurzfristig ausgeweiteten Warnstreiks der Flugbegleiter haben am Sonntag bei verschiedenen Gesellschaften des Lufthansa-Konzerns zu rund 100 Flugausfällen geführt.

Vor allem in Berlin, Köln, München und Stuttgart bekamen die Fluggäste den Arbeitskampf zwischen der Kabinengewerkschaft Ufo und dem größten Luftverkehrskonzern Europas zu spüren.

Titelfoto: Oliver Berg/dpa


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