Auch er schaffte es nicht zur Eröffnung: Bauleiter des BER gefeuert

Auch Jörg Marks schaffte es nicht bis zur Eröffnung.
Auch Jörg Marks schaffte es nicht bis zur Eröffnung.  © DPA

Berlin – Auf der Baustelle des neuen Hauptstadtflughafens muss angesichts neuer Probleme der nächste Technikchef seinen Hut nehmen. Der oberste Bauleiter Jörg Marks werde nach zweieinhalb Jahren entlassen, sagte Flughafensprecher Lars Wagner.

Zuvor hatten die Zeitungen "Bild" und "B.Z." darüber berichtet. Hintergrund seien die anhaltenden Schwierigkeiten auf der Baustelle. Nachfolger wird der frühere Bahn-Manager Christoph Bretschneider.

Im Januar waren im Terminal in Schönefeld neue Probleme mit Türen und Sprinklern bekannt geworden, das Ziel einer Eröffnung noch in diesem Jahr wurde aufgegeben. Aufsichtsratschef Michael Müller (SPD) sprach kürzlich von einem "Erkenntnisproblem" in der Flughafen-Geschäftsführung. Zugleich hatte der die Fortschritte auf der Baustelle unter Marks hervorgehoben.

Marks war im Sommer 2014 als Nachfolger von Horst Amann auf die Baustelle gekommen, der nach einem Machtkampf mit dem damaligen Flughafenchef Hartmut Mehdorn hatte gehen müssen.

Der Bauleiter Jörg Marks musste nach zweieinhalb Jahren seine Hut nehmen.
Der Bauleiter Jörg Marks musste nach zweieinhalb Jahren seine Hut nehmen.  © DPA

Der heutige Flughafenchef Karsten Mühlenfeld dankte dem früheren Siemens-Manager. "Jörg Marks haben wir viel zu verdanken. Durch seinen Einsatz ist es gelungen, am BER seit 2014 wesentlich voranzukommen." So lägen erstmals seit Beginn der Planungen alle Genehmigungen vor.

Der Flughafen betonte, der Wechsel in der Bauorganisation sei eine Entscheidung, die allein in den operativen Bereich der Geschäftsführung falle. Diese habe am Mittwoch den Aufsichtsrat darüber informiert.

Der 56 Jahre alte gebürtige Berliner Bretschneider ist ebenfalls ein früherer "Siemensianer". Er war unter anderem Gesamtprojektleiter beim Bau der Transrapid-Strecke in Shanghai.

Die Eröffnung des drittgrößten deutschen Flughafens ist seit dem ersten Termin 2011 fünf Mal verschoben worden, weil Fehlplanung, Baumängel und immer neue Technikprobleme das Projekt verzögern. Die Berliner Altflughäfen Tegel und Schönfeld sind in die Jahre gekommen und arbeiten teilweise am Limit.


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