Mit diesen Tricks versuchen Reisende, den Zoll am Flughafen zu übertölpeln

Frankfurt am Main - Reisende, die einen Flug ins internationale Ausland unternehmen und dabei genügend Bares dabei haben möchten, sind kreativ. Das musste auch der Zoll am Flughafen Frankfurt Mitte Oktober bei einer großangelegten Kontrolle feststellen.

Selbst in einer Handyhülle versuchten Reisende Bares zu verstecken.
Selbst in einer Handyhülle versuchten Reisende Bares zu verstecken.  © Hauptzollamt Frankfurt am Main

Am 15. Oktober waren insgesamt 82 Zöllnerinnen und Zöllner im Einsatz, um gegen Verstöße gegen das Geldwäschebekämpfungsgesetz vorzugehen. Im Rahmen dieser Kontrollen wurden über 1200 Reisende kontrolliert und zum von ihnen mitgeführten Bargeld befragt, wie ein Sprecher des Hauptzollamtes Frankfurt am Main am Freitag mitteilte.

Daraufhin wurden rund 2750 Koffer und Gepäckstücke durchsucht, wobei die Beamten so einige interessante Funde machten. In genau 21 Fällen wurden tatsächlich Verstöße gegen die sogenannte Anmeldepflicht von Bargeld vor Antritt eines Fluges festgestellt.

Und dabei zeigten sich die betroffenen Personen äußerst kreativ im Hinblick auf die Wahl ihrer Geldverstecke. Neben eher banalen Aufbewahrungsmöglichkeiten wie der Hosentasche oder dem Koffer, wurden auch in Schokoladenverpackungen oder gar Handyhüllen beachtliche Geldbündel sichergestellt.

Insgesamt 19 Bußgeldverfahren wurden eingeleitet, in sechs Fällen wurde aufgrund eines fehlenden Wohnsitzes in Deutschland eine Sicherheitsleistung in Höhe von 14.650 Euro vollstreckt. Alles in allem registrierten die Beamten im Rahmen der Kontrollen satte 309.713 Euro, die im Vorfeld nicht von den betroffenen Personen angemeldet wurden.

In Europa ist eine Anmeldung von Bargeld ab 10.000 Euro Pflicht, sobald man einen Flug in sogenannte Drittländer außerhalb der EU bereisen möchte.

Und auch im Gepäck einiger Reisender fanden die Zöllner weitaus mehr Bargeld, als erlaubt.
Und auch im Gepäck einiger Reisender fanden die Zöllner weitaus mehr Bargeld, als erlaubt.  © Hauptzollamt Frankfurt a.M.

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