Sachsens neue Regierung macht sich gegen Fluglärm in Leipzig stark

Leipzig - Ein Grund zur Freude für alle Bürgerinitiativen: Die neue sächsische Regierung will sich mehr gegen den Fluglärm und den CO2-Ausstoß des Flughafen Halle/Leipzig einsetzen.

Die kurze Südkurve am Flughafen Halle/Leipzig soll längerfristig abgeschafft werden.
Die kurze Südkurve am Flughafen Halle/Leipzig soll längerfristig abgeschafft werden.  © Ralf Seegers

"Wir unterstützen die Bemühungen um eine weitgehende Abschaffung der kurzen Südabkurvung am Flughafen Leipzig/Halle", heißt es zum Beispiel aus dem neuen sächsischen Koalitionsvertrag. Weitere Punkte haben die Bürgerinitiativen gegen den Fluglärm frohlocken lassen.

"Wir werden weitere Maßnahmen zur Begrenzung der Fluglärmbelastung ergreifen. Instrumente dafür sind die Spreizung der Start- und Landeentgelte, der Ausschluss von nächtlichen Triebwerksprobeläufen im Freien und eine gleichmäßigere Verteilung der Starts und Landungen auf beide Bahnen", so die Ankündigung konkreter.

Die Fluglärmkommission soll außerdem neu aufgestellt und ein Fluglärmschutzbeauftragter eingesetzt werden.

"Der verpflichtende Kampf gegen Fluglärm und CO2-Ausstoss an Flughäfen erreicht nun endlich auch die sächsische Landesregierung", freut sich unter anderem die Bürgerinitiative "Gegen die neue Flugroute".

Knapp drei Monate nach der Landtagswahl in Sachsen haben sich CDU, Grüne und SPD für eine gemeinsame Regierung bereit erklärt. Am Sonntag stellten die drei Parteien ihren Koalitionsvertrag vor (TAG24 berichtete).

CDU, SPD und Grüne bilden seit dem Wochenende die Kenia-Koalition.
CDU, SPD und Grüne bilden seit dem Wochenende die Kenia-Koalition.  © Sebastian Willnow/dpa

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