25.000 Passagiere betroffen: Chaos am Flughafen München hat weitreichende Folgen

München - Der Start in den Urlaub, der Antritt einer Dienstreise - alles lief anders als geplant: Das folgenschwere Chaos am Münchner Flughafen wegen eines unkontrollierten Passagiers im Sicherheitsbereich hat weitreichende Folgen.

Zahlreiche Flüge am Flughafen München mussten annulliert werden, wie eine Anzeigentafel zeigt.
Zahlreiche Flüge am Flughafen München mussten annulliert werden, wie eine Anzeigentafel zeigt.  © DPA

Rund 1000 Fluggäste der Lufthansa sollten über Nacht in Hotels einquartiert werden und können erst am Mittwoch fliegen, wie ein Sprecher von Deutschlands zweitgrößtem Airport sagte.

Bis zum Dienstagabend waren keine Absagen von Starts und Landungen angekündigt; über den Tag waren aber 200 von rund 1200 Verbindungen infolge des Vorfalls ausgefallen.

Ein Spanier war aus Thailand nach München geflogen und beim Umsteigen auf dem Weg zu einem Flieger nach Madrid vor der Einreisekontrolle über eine Notausgangstür in einen Bereich gelangt, in den nur kontrollierte Passagiere dürfen.

Die Bundespolizei räumte daraufhin das Terminal 2 und die Bereiche B und C des Terminals 1.

Die Beamten suchten den Mann erfolgreich und gaben nach einer Befragung - und somit nach mehreren Stunden - die Gebäudeteile wieder frei.

Die ersten Fluggäste betreten nach stundenlanger Sperrung den Sicherheitscheck-Bereich des Terminal 2 im Münchner Flughafen.
Die ersten Fluggäste betreten nach stundenlanger Sperrung den Sicherheitscheck-Bereich des Terminal 2 im Münchner Flughafen.  © DPA

Weil der Mann nach Einschätzung der Bundespolizei keine böse Absicht hatte, drohen ihm laut einer Sprecherin von der Seite aus keine Folgen. Der Flughafen selbst und die Lufthansa als hauptsächlich betroffene Airline mit mehr als 140 ausgefallenen Flügen und insgesamt 14.000 Reisenden prüfen nach Angaben von Sprechern vom Dienstag, ob sie Ansprüche geltend machen können und wollen.

Von allen am Dienstag annullierten Flügen sind einem Airport-Sprecher zufolge etwa 25.000 Passagiere betroffen gewesen.

Vorfälle wie diesen gibt es immer wieder. Am Münchner Flughafen hatte ein ähnliches Geschehen im vergangenen Jahr zu Beginn der Sommerferien das Terminal 2 und das dazugehörige Satelliten-Terminal lahmgelegt. Eine Frau war unkontrolliert durch eine Schleuse gelangt.

330 Flüge wurden abgesagt, mehr als 31.000 Passagiere waren ein ganzes Wochenende über betroffen. Der Schaden ging in die Millionen.

Titelfoto: DPA

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