Mann parkt nur drei Minuten am Flughafen: Danach muss er Mega-Summe blechen!

Bristol - Er rechnete mit umgerechnet 3,50 Euro. Doch nachdem er gut drei Minuten den Parkplatzes des Flughafens in Bristol nutzte, zahlte Mike Breslin das 162-fache! Wucher oder Missgeschick?

570 Euro für drei Minuten auf dem Parkplatz? Teures Vergnügen. (Symbolbild).
570 Euro für drei Minuten auf dem Parkplatz? Teures Vergnügen. (Symbolbild).  © 123rf, philipus

Der Mann setzte seinen Jungen nur kurz am Flughafen ab, sodass sich dieser im Anschluss in seinen Flieger nach Berlin setzen konnte. Am Parkautomaten angekommen schnell die Kreditkarte durchgezogen und wieder heim -Eigentlich eine Sache von nicht einmal fünf Minuten.

Am Montag jedoch kam ein Anruf. Seine Kreditkartenfirma war an der anderen Leitung, man sei auf eine überhöhte Gebühr aufmerksam geworden.

"Ich wurde von meiner Kreditkartenfirma wegen verdächtiger Aktivitäten auf meiner Karte kontaktiert und es stellte sich heraus, dass mir für meinen drei minütigen Aufenthalt £ 490 (umgerechnet 570 Euro) berechnet wurden", so der Unglücksrabe zum "Mirror".

570 Euro für drei Minuten parken?

Nachdem ihm bewusst wurde, wie viel Geld er hier zahlte, wendete er sich umgehend an den Flughafen in Bristol. Dort zeigte man sich ebenfalls verwundert. Dann die Auflösung: Aus Versehen habe der Automat des Drop and Go-Parkplatzes bei Mike eine zweiwöchige Parkdauer berechnet.

"Nachdem wir Nachforschungen anstellten, haben wir festgestellt, dass der Kunde den Parkplatz bereits zwei Wochen zuvor schon einmal nutzte. Als er dann zum Ausgang fuhr, gab es einen Fehler an der Schranke", so ein Sprecher des Flughafens.

Die Schranken am Flughafen Bristol nutzen eine Technologie, die mit Kennzeichen-Erkennung arbeitet. Dabei lief jedoch etwas schief.

Zwei Wochen zuvor gab es nämlich eine Überlastung des Parkplatzes, weswegen ein Parkwächter Autofahrer über eine defekte Schranke manuell nach draußen fahren ließ.

Schläfrig die PIN-Nummer eingegeben: Mike Breslin dankt seiner Kreditkartenfirma

Entsprechend wurde Mike nicht ausgeloggt und musste auch nicht an der Schranke zahlen. Doch das Problem ließ sich schnell aufklären: "Wir standen in direktem Kontakt mit dem Kunden und es wurde eine Rückerstattung vereinbart", so der Sprecher weiter.

Mike Breslin hingegen ist heilfroh, dass seine Kreditkartenfirma so wachsam war: "Vielen Dank an das Kreditkartenunternehmen, da Sie wachsamer waren als ich. Ich habe nicht nachgesehen als ich meine PIN-Nummer eingegeben habe."

Verständlich, wenn man bedenkt, dass er seinen Sohn um 5.40 Uhr am Morgen ablieferte.

Wer hätte denn damit gerechnet?
Wer hätte denn damit gerechnet?  © Marius Becker/dpa

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