Mitten in den Ferien: Droht neuer Flughafen-Streik in Hamburg?

Hamburg - Noch immer keine Einigung in Sicht: In den Tarifverhandlungen für das Bodenpersonal des Hamburger Flughafens verhärten sich die Fronten.

Ein Fluggast fotografiert mit seinem Smartphone die Anzeigetafel in der Abflughalle des Hamburger Flughafens. (Archivbild)
Ein Fluggast fotografiert mit seinem Smartphone die Anzeigetafel in der Abflughalle des Hamburger Flughafens. (Archivbild)  © DPA

Über den Stand der Verhandlungen will die Gewerkschaft bei einer Pressekonferenz am Mittwochvormittag informieren.

Verdi fordert für die fast 1000 Beschäftigten der Bodenverkehrsdienste (BVD) eine monatliche Tariferhöhung von 275 Euro für alle (TAG24 berichtete). Der aktuelle Einstiegslohn liege bei 10,76 Euro pro Stunde.

Die Tarife werden für Beschäftigte in der Gepäckabfertigung, der Flugzeugreinigung und im Busverkehr ausgehandelt.

Am Dienstag waren die Tarifverhandlungen für die Beschäftigten ergebnislos geblieben. Die Arbeitgeberseite - vertreten durch die Flughafen-Tochter HAM Ground Handling GmbH - hat nach eigenen Angaben aktuell eine Lohnerhöhung von 7,0 Prozent angeboten.

Das Unternehmen sei bis an die Grenze dessen gegangen, was bei den Bodenverkehrsdiensten wirtschaftlich leistbar ist, teilte Geschäftsführer Christian Noack im Anschluss mit. "Verdi geht es einzig und allein um die größtmögliche Eskalation", warf er den Arbeitnehmervertretern vor.

Trotz der laufenden Verhandlungen verharre die Gewerkschaft auf ihren Forderungen und drohe bereits im Vorfeld mit erneuten Warnstreiks, sogar in den Hamburger Ferien.

Am 4. Februar hatte bereits ein ganztägiger BVD-Warnstreik den Hamburger Flughafen lahmgelegt (TAG24 berichtete).

Fluggäste warten in der Abflughalle des Flughafens vor einem Ticketschalter. (Archivbild)
Fluggäste warten in der Abflughalle des Flughafens vor einem Ticketschalter. (Archivbild)  © DPA

Update, 15.07 Uhr

Die Gewerkschaft Verdi hat an die Stadt Hamburg appelliert, in der laufenden Tarifrunde für das Bodenpersonal Farbe zu bekennen. "Wir erwarten, dass sich die Stadt für die Mitarbeiter verantwortlich fühlt", sagte die stellvertretende Verdi-Chefin Sieglinde Frieß am Mittwoch in Hamburg.

In einer boomenden Stadt, in der alles teurer werde, sei es unwürdig, mit Bruttoverdiensten von unter 2000 Euro auskommen zu müssen. Verdi forderte die Stadt auf, eine Eskalation des Tarifkonflikts zu verhindern.

Einen erneuten Warnstreik schloss die Gewerkschaft auch weiterhin nicht aus.

Titelfoto: DPA

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