Flugverspätung: Gebuchte Airline muss zahlen!

Luxemburg - Flugreisende bekommen bei Verspätung ihre Entschädigung von der Airline, bei der sie ihren Flug gebucht haben, auch wenn der Flieger zu einer anderen Airline gehört.

Ein Reisender wartet am Flughafen Hamburg auf seinen Flug. (Symbolbild)
Ein Reisender wartet am Flughafen Hamburg auf seinen Flug. (Symbolbild)  © DPA

Es ist schon manchmal frustrierend. Da freut man sich auf den lang ersehnten Urlaub und dann hat der Flieger mehrere Stunden Verspätung. Die Schuld dafür haben in den wenigsten Fällen die Airlines, aber genau die dürfen jetzt zur Kasse gebeten werden. Das entschied der Europäische Gerichtshof in Luxemburg.

Oft kommt es vor, dass Airlines die Crew und Maschinen anderer Fluggesellschaften aus Kostengründen anmieten. Kommt es dann zur Verspätung oder gar zum Flugausfall, haftet die Airline, bei welcher der Flug gebucht wurde.

Im aktuellen Fall ging es um einen Flug der TUI-Fly. Die Airline hatte den Flieger mitsamt Besatzung von Thomson Airways angemietet, auf dem Flugticket stand "ausgeführt von Thomson Airways". Nach dreistündiger Verspätung hatten mehrere Fluggäste eine Entschädigung nach EU-Recht verlangt.

Das Hamburger Landgericht wollte nun vom Europäischen Gerichtshof wissen, welche Airline in einem solchen Fall die Entschädigung zahlen muss.

Titelfoto: DPA


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