Nach Flugzeugabsturz mit 189 Toten: Stimmenrekorder im Schlamm entdeckt

Jakarta - Rund zweieinhalb Monate nach dem Absturz einer Boeing 737 MAX der indonesischen Billiglinie Lion Air ins Meer ist das Aufzeichnungsgerät für Cockpit-Gespräche entdeckt worden.

Ein Ermittler geht inmitten von Trümmern des abgestürzten Passagierflugzeug der Fluggesellschaft Lion Air.
Ein Ermittler geht inmitten von Trümmern des abgestürzten Passagierflugzeug der Fluggesellschaft Lion Air.  © DPA

Das teilte die indonesische Marine am Montag mit. Marinetaucher hätten den Stimmenrekorder nahe der Absturzstelle in der Java-See vor der Küste West-Javas gefunden, sagte ein Sprecher der Deutschen Presse-Agentur.

Sie sei unter dickem Schlamm in 30 Metern Tiefe verborgen gewesen.

Die fast nagelneue Maschine war am 29. Oktober nur elf Minuten nach dem Start in Indonesiens Hauptstadt Jakarta ins Meer gestürzt. Alle 189 Insassen starben (TAG24 berichtete).

Ermittler untersuchen auch, ob die Piloten richtig reagierten, als möglicherweise falsche Sensorangaben ein Hilfssystem aktivierten und den Bug des Jets immer wieder nach unten drückten.

Mitglieder des Nationalen Verkehrssicherheitskomitees heben eine Box mit dem Flugdatenschreiber von der abgestürzten Lion-Air-Maschine an Bord eines Rettungsschiffes.
Mitglieder des Nationalen Verkehrssicherheitskomitees heben eine Box mit dem Flugdatenschreiber von der abgestürzten Lion-Air-Maschine an Bord eines Rettungsschiffes.  © DPA

Titelfoto: DPA

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