Gigantisches Flugzeug im Test: Wofür wird es gebraucht?

Köln/Toulouse - Dieses Flugzeug von Airbus hat einen speziellen Auftrag und soll bald abheben. Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) mit Hauptsitz in Köln hat es mit französischen Experten in Toulouse auf die Flugtauglichkeit getestet.

Das Flugzeug fällt durch die eigenartige ausgewölbte Hülle auf.
Das Flugzeug fällt durch die eigenartige ausgewölbte Hülle auf.  © Airbus/PR

Das gemeinsame Team der deutschen und französischen Wissenschaftler testete die Standschwingungen des Flugzeuges, teilte das DLR am Donnerstag mit.

Die Tests und Versuche der Wissenschaftler des DLR liefern Airbus wertvolle Informationen über das Verhalten des Flugzeugs vor dem Erstflug.

Einmal wurde das am Boden stehende Flugzeug mit leerem Rumpf und einmal mit einstellbarer, schwerer Beladung getestet.

Für die Versuche brachten die Ingenieure mehr als 600 Sensoren, 7000 Meter Kabel und 300 Meter Glasfaser an Rumpf, Leitwerk, Triebwerken und Flügeln an. Im Anschluss ließen die Wissenschaftler das gesamte Flugzeug mit spezieller Technik wie im echten Flug vibrieren und schwingen.

Die Auswertung der Details ist ein Schritt auf dem Weg zur Zulassung des Flugzeugs als neuer Transportflieger von Airbus.

Rolf Henke, DLR-Vorstandsmitglied für Luftfahrtforschung, sagte während der gemeinsamen Besichtigung der Versuche in Toulouse: "Beim DLR sind wir stolz auf unsere lange Tradition gemeinsamer Standschwingungsversuche mit ONERA, die wir bereits bei zehn Airbus-Prototypen ausgeführt haben." ONERA ist das französische Luftfahrt-Institut.

Der Beluga XL

Der neue Beluga XL soll das künftige Großraum-Frachtflugzeug von Airbus werden. Das Projekt wurde 2014 gestartet. Der aktuelle Beluga wird unter anderem zum Transport von Flugzeugteilen zwischen verschiedenen Airbus-Werken in Europa genutzt.

Der jetzt getestete erste von fünf Beluga XL soll im Sommer 2018 seinen Erstflug absolvieren und 2019 in Dienst gestellt werden.

Die Wissenschaftler bei der Arbeit am Beluga XL.
Die Wissenschaftler bei der Arbeit am Beluga XL.  © Airbus/PR

Titelfoto: Airbus/PR


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