Fünf Fehler, die ihr an Bord eines Flugzeugs nicht machen solltet

Berlin – Was muss passieren, damit ein Passagier aus einem Flugzeug verwiesen wird? Eine Stewardess erklärte gegenüber Business-Insider, welche Sicherheitsbestimmungen gelten.

Flugbegleiter haben einen großen Einfluss darauf, wer mitfliegen darf und wer nicht.
Flugbegleiter haben einen großen Einfluss darauf, wer mitfliegen darf und wer nicht.  © 123RF

Das Bordpersonal wird in seiner Ausbildung und auch in darauffolgenden Weiterbildungen sehr intensiv auf die Sicherheitsbestimmungen und Regeln geschult, die für einen sicheren Flug an Bord gelten. Wer gegen diese verstößt, kann aus dem Flieger verwiesen werden.

Im Extremfall darf der Pilot dafür sogar seine Flugroute ändern und einen Zwischenstopp einlegen, um den Störenfried an die Luft zu setzen.

Die meisten der Regeln sollten allerdings mit einer guten Kinderstube selbstverständlich sein. Dennoch kommt es immer wieder zu Grenzüberschreitungen, bei denen das Bordpersonal handeln muss.

Wie die Stewardess, die seit 16 Jahren diesen Job macht, gegenüber Business Insider erklärt, gibt es fünf Verstöße, bei denen die Reise für den Passagier beendet ist.

Betrunken an Bord

Passagiere, die es betrunken am Bodenpersonal vorbeischaffen, haben gar keine guten Chancen, mitgenommen zu werden. Sollten an Bord Anzeichen für einen Suff festgestellt werden, wird der Betrunkene von Bord begleitet und muss dann wohl oder übel nüchtern den nächsten Flieger nehmen.

Ein Glas Sekt ist kein Problem, aber wer richtig betrunken ist, fliegt nicht mit.
Ein Glas Sekt ist kein Problem, aber wer richtig betrunken ist, fliegt nicht mit.  © 123RF

Übelkeit

Wer an Bord über Übelkeit klagt oder bereits vor dem Start sich, aus welchem Grund auch immer, übergeben muss, der wird den Flug in aller Regel nicht antreten. "Es gibt null Toleranz für Personen, denen offensichtlich übel ist", zitiert Business Insider die Flugbegleiterin.

Mit Übelkeit oder gar nach dem Erbrechen bereits vor dem Start, muss man das Flugzeug verlassen.
Mit Übelkeit oder gar nach dem Erbrechen bereits vor dem Start, muss man das Flugzeug verlassen.  © 123RF

Aggressivität

Passagiere, die sich gegenüber der Crew oder auch den anderen Fluggästen aggressiv verhalten, fliegen ebenfalls raus. Dazu gehört nicht nur körperliche Gewalt, sondern auch verbale Drohungen. Die Beleidigung eines Flugbegleiters wird mit einer Drohung gleichgesetzt und hat zur Folge, dass der Pöbler nicht mitfliegen darf.

Wer sich aggressiv zeigt, fliegt nicht mit.
Wer sich aggressiv zeigt, fliegt nicht mit.  © 123RF

Grabschen und anzüglich werden

Es verbietet sich eigentlich von selbst, dennoch kommt es immer wieder vor. Im Flugzeug entweder das Personal oder andere Flugäste zu befummeln oder anzugrabschen. Aber auch wenn man mit seiner Begleitung einvernehmlich fummelt oder rum macht, kann das dazu führen, abgesetzt zu werden. Das Personal informiert in solchen Fällen die Piloten, die dann entscheiden, ob der Regelverstoß gravierend genug ist, um für einen Rauswurf eine Zwischenlandung einzulegen.

Absolutes "No Go", nicht nur an Bord von Flugzeugen.
Absolutes "No Go", nicht nur an Bord von Flugzeugen.  © 123RF

Tür öffnen

Wer sich ernsthaft während des Fluges an der Tür zu schaffen macht, erhöht seine Chance, den Flug nicht fortzusetzen erheblich. Zwar ist es nicht möglich, die Bordtür in der Luft zu öffnen, dennoch reicht der Versuch für einen Rauswurf.

Piloten dürfen Notlandungen und Zwischenstopps einlegen, wenn ein Störenfried an Bord ist.
Piloten dürfen Notlandungen und Zwischenstopps einlegen, wenn ein Störenfried an Bord ist.  © 123RF

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