Flugzeugabsturz mit drei Toten: Eine der reichsten Frauen Russlands unter den Opfern

Frankfurt - Der Absturz eines Kleinflugzeuges vor dem Flughafen Egelsbach südlich von Frankfurt am Sonntag kostete drei Menschen das Leben.

Von dem Kleinflugzeug blieben nur verkohlte Trümmer übrig.
Von dem Kleinflugzeug blieben nur verkohlte Trümmer übrig.  © KEUTZTV-NEWS/Reiner Kolsen

Die Maschine stürzte am Sonntag gegen 15.30 Uhr aus noch unbekannter Ursache in ein Spargelfeld bei der Gemeinde Erzhausen (TAG24 berichtete).

"Nach dem Aufprall brannte das Flugzeug komplett aus", wie ein Polizeisprecher sagte.

Demnach kam das Flugzeug aus Frankreich. Neben dem Piloten sollen laut Polizei zwei weitere Personen an Bord gewesen sein.

"Ersten Hinweisen zufolge, könnte es sich bei den Insassen um russische Staatsangehörige handeln", sagte der Polizeisprecher weiter.

Noch am Sonntagabend wurde bekannt, dass zu den drei Opfern des Flugzeugabsturzes auch die prominente russische Geschäftsfrau Natalija Filjowa (†55) gehört.

Die Miteigentümerin der S7-Fluggesellschaft sei im Alter von 55 Jahren am Sonntag bei dem Unglück in Egelsbach gestorben, teilte das Unternehmen der Deutschen Presse-Agentur in Moskau mit.

Russischen Medien zufolge war Natalija Filjowa zusammen mit ihrem Vater an Bord er Unglücksmaschine. Die 55-Jährige galt als einer der reichsten Frauen Russlands.

Die Bergung der Opfer des Flugzeugabsturzes soll am heutigen Montag erfolgen. In der Nacht sei dies wegen der Dunkelheit nicht möglich gewesen, sagte ein Polizeisprecher.

Unfall auf der B486 bei Langen: Tote und Schwerverletzte

Das Foto zeigt das Wrack des Streifenwagens. Drei Polizisten wurden bei dem Crash schwer verletzt.
Das Foto zeigt das Wrack des Streifenwagens. Drei Polizisten wurden bei dem Crash schwer verletzt.  © KEUTZTV-NEWS/Alex Keutz

Im Zusammenhang mit dem Flugzeugabsturz bei Egelsbach kam es am Sonntag auch zu einem tragischen Verkehrsunfall.

Ein Streifenwagen der Polizei, der mit Blaulicht und Sirene auf dem Weg zu der Absturzstelle war, stieß auf der Bundesstraße 486 bei Langen gegen 15.45 Uhr aus noch ungeklärter Ursache mit einem entgegenkommenden Opel sowie mit einem Audi zusammen.

Der Crash war tödlich: Die Insassen des Opels – ein 24 Jahre alter Mann und eine 22 Jahre alte Frau – starben noch an der Unfallstelle.

"Die drei Polizisten in dem Streifenwagen wurden schwer verletzt", wie die Polizei weiter mitteilte.

Die beiden Insassen des Audis blieben demnach unversehrt.

Russische Experten reisen zur Absturzstelle

Beamte der Kriminalpolizei und Luftfahrtexperten der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BfU) untersuchen das Flugzeugwrack.
Beamte der Kriminalpolizei und Luftfahrtexperten der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BfU) untersuchen das Flugzeugwrack.  © dpa/Boris Roessler

Update, 11.25 Uhr: Nach dem Absturz des Kleinflugzeugs in Südhessen mit drei Russen an Bord reisen Experten aus Moskau zur Unglücksstelle.

Sie sollten noch am Montag dort eintreffen, um den deutschen Kollegen bei der Suche nach der Absturzursache zu helfen. Das sagte der stellvertretende Leiter des russischen Zwischenstaatlichen Luftverkehrskomitees (MAK), Sergej Sajko, der Agentur Tass in Moskau.

"Der Staat, dessen Flugzeug abgestürzt ist, ist immer an der Zusammensetzung der Untersuchungskommission beteiligt", sagte Sajko. "Sollte es notwendig sein, sind wir bereit, beratend zu helfen und Hilfe zu leisten bei der Auswertung der Flugschreiber, sollten diese gefunden werden."

Nach Darstellung des MAK in Moskau waren Flugschreiber bei dem abgestürzten Flugzeugtyp des Herstellers Epic nicht zwingend vorgeschrieben.

Es sei unklar, ob es in der Maschine einen Flugschreiber gegeben habe.

Der Flugzeugabsturz ereignete sich am Sonntagnachmittag bei Egelsbach südlich von Frankfurt.
Der Flugzeugabsturz ereignete sich am Sonntagnachmittag bei Egelsbach südlich von Frankfurt.  © KEUTZTV-NEWS/Reiner Kolsen

Titelfoto: dpa/Boris Roessler

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