Mord aus Eifersucht? 17-Jährige brutal erstochen!

Flensburg - Wegen eines tödlichen Messerangriffs auf eine 17-Jährige muss sich derzeit ein junger Mann vor dem Landgericht Flensburg verantworten (TAG24 berichtete). Am Dienstag soll ein Urteil fallen.

Der Angeklagte (Mitte) sitzt beim Auftakt im Gerichtssaal zwischen seinem Anwalt Klaus Husmann und einer Dolmetscherin.
Der Angeklagte (Mitte) sitzt beim Auftakt im Gerichtssaal zwischen seinem Anwalt Klaus Husmann und einer Dolmetscherin.  © DPA

Der Staatsanwalt hatte in seinem Plädoyer gegen den Angeklagten eine lebenslange Haftstrafe wegen Mordes gefordert. Die Vorwürfe gegen ihn haben sich seiner Ansicht nach vollumfänglich bestätigt.

Die Nebenklage schloss sich der Forderung der Staatsanwaltschaft an.

Der Asylbewerber aus Afghanistan ist angeklagt, die junge Deutsche am 12. März 2018 in ihrer Wohnung mit 14 Messerstichen getötet zu haben.

Das Mädchen war mit mehreren Stichwunden in einer Flensburger Wohnung gefunden worden (TAG24 berichtete). Sie habe nicht mehr reanimiert werden können und starb noch am Tatort, sagte damals eine Polizeisprecherin.

Der junge Mann habe selbst noch den Rettungswagen gerufen und sei daraufhin von der Polizei als Tatverdächtiger festgenommen worden.

Laut Ankläger soll der Mann aus Eifersucht gehandelt haben, weil das Mädchen in den Wochen zuvor eine andere Beziehung eingegangen sei.

Der mutmaßliche Täter und das Opfer standen seit Jahren unter der Obhut des Jugendamts Flensburg.

Der junge Mann wurde noch am Tatort festgenommen. (Symbolbild)
Der junge Mann wurde noch am Tatort festgenommen. (Symbolbild)

Das deutsche Mädchen war wegen ihrer schwierigen Familiensituation in der Obhut des Amts, der junge Afghane, weil er 2015 als unbegleiteter Minderjähriger nach Deutschland kam.

Umstritten ist das Alter des Angeklagten. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass er älter als 21 Jahre ist, die Verteidigung hält ihn für jünger.

Der Verteidiger hatte auf Freispruch plädiert: Die Indizien könnten allesamt anders gewertet werden, als es die Staatsanwaltschaft getan habe. Sollte sein Mandant verurteilt werden, könne seiner Ansicht nach keine Verurteilung wegen Mordes in Betracht kommen.

Der Angeklagte selbst, der während des Prozesses geschwiegen hatte, hatte in seinem letzten Wort erklärt, er habe die Tat nicht begangen.

Update, 17.40 Uhr

Der junge Mann aus Afghanistan wurde am Dienstag vor dem Flensburger Landgericht zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt. Das Landgericht Flensburg sah es als erwiesen an, dass der Flüchtling die junge Deutsche am 12. März 2018 in ihrer Wohnung mit 14 Messerstichen erstochen hatte.

Titelfoto: DPA

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