Fördergeld-Streit schwelt weiter: Kommt Homann nun doch nicht nach Sachsen?

Auch das Homann-Werk in Dissen (Niedersachsen) steht durch die 
Verlagerungspläne vor dem Aus.
Auch das Homann-Werk in Dissen (Niedersachsen) steht durch die Verlagerungspläne vor dem Aus.  © dpa/Hermann Pentermann

Leppersdorf - Noch immer ist nicht endgültig entschieden, ob Feinkosthersteller Homann seine Produktion nach Sachsen verlagert. Doch der Streit um mögliche Fördergelder schwelt weiter.

Zwar hat EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker (62) nun bestätigt, dass Sachsen nicht plane, die Verlagerung mit EU-Fördermitteln zu unterstützen oder dies schon getan habe.

Dies hatte auch Sachsens Wirtschaftsminister Martin Dulig (43, SPD) mitgeteilt - und das Dementi auch auf „rechtswidrige Beihilfen“ bezogen. Doch der niedersächsische EU-Abgeordnete Jens Giesecke (46, CDU) lässt nicht locker: Juncker bleibe in seinem Brief vage. „Ich erwarte, dass die Komission konkret auf die aufgeworfenen Fragen eingeht und deutlich macht, was sie von den Förderplänen in Sachsen weiß.“

Müllermilch beabsichtigt, die Homann-Produktion in Leppersdorf bei Dresden zu konzentrieren. In Niedersachsen und Thüringen würden 1200 Jobs wegfallen. Leppersdorf bleibe Favorit, so ein Sprecher. Wann die Entscheidung fällt, ist unklar.

Der niedersächsische Europaabgeordnete Jens Gieseke (46, CDU) argwöhnt 
weiter, dass Sachsen Fördergelder zahlt.
Der niedersächsische Europaabgeordnete Jens Gieseke (46, CDU) argwöhnt weiter, dass Sachsen Fördergelder zahlt.

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