Förster fällen Bäume im falschen Wald

Gudrun und Anja Ulbricht aus Kriebstein sind verärgert, weil der Sachsenforst in ihrem Wald Bäume gefällt hat.
Gudrun und Anja Ulbricht aus Kriebstein sind verärgert, weil der Sachsenforst in ihrem Wald Bäume gefällt hat.

Kriebstein - Peinliche Panne für den Sachsenforst: Der Staatsbetrieb ließ kürzlich eine Schneise schlagen - dummerweise in einem Privatwald.

Die Eigentümer sind freilich erbost. Und der Forstbezirksleiter bemüht sich redlich um Schadensbegrenzung.

Für Gudrun Ulbricht und ihre Tochter Anja war es ein Schock, als sie in ihrem einen Hektar kleinen Wald nach dem Rechten schauen wollten: Überall lagen gefällte Buchen, Eichen und Fichten.

Offensichtlich hatte sich der Staatsforst wie die Axt im Walde benommen - selbst die Futterkrippe war umgekippt.
Der Grenzverlauf in dem Waldstück ist tatsächlich unübersichtlich.

Sachsenforst-Bezirksleiter Ingolf Hoppe: „Die Grenzsteine waren übererdet, und auf GPS ist auch nicht zu 100 Prozent Verlass. Unser Förster ist wohl eine Kurve gelaufen, als er die Bäume zum Fällen markiert hat.“

Laut Sachsenforst wurden 17 gesunde Bäume gefällt, etwa 6,5 Festmeter Holz. Aber eben im fremden Wald. Hoppe: „Den Leuten ist ein Unrecht geschehen, das tut uns wirklich sehr leid.“

Deshalb bemüht sich der Sachsenforst auch um einen „zügigen und großzügigen“ Schadensausgleich. In dieser Woche war der Revierleiter mit den Opfern am Tatort.

Es wurde über Geldzahlungen und Neupflanzungen gesprochen.

17 gesunde Bäume wurden aus Versehen gefällt.
17 gesunde Bäume wurden aus Versehen gefällt.

Fotos: Dietmar Thomas


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