NRW-Ministerin rät Kölner Alt-Diesel-Besitzern: Ruhe bewahren!

Köln – Das gestrige Urteil des Kölner Verwaltungsgerichts für Diesel-Fahrverbote in Köln und Bonn sorgt für viel Aufregung. Das Land NRW legte Berufung gegen die Entscheidung ein. Viele Kölner Autofahrer sind verunsichert. NRW-Umweltministerin Heinen-Esser sprach im Interview mit dem Kölner Stadt-Anzeiger über die Folgen des Urteils.

NRW-Umweltministerin Ursula Heinen-Esser (53).
NRW-Umweltministerin Ursula Heinen-Esser (53).  © DPA

Im Gegensatz zu anderen Städten droht Köln ein flächendeckendes Fahrverbot für alte Diesel-Fahrzeuge. Ab dem 1. April wären Euro-4-Diesel oder schlechter betroffen, ab 1. September auch Euro-5-Diesel (TAG24 berichtete).

Da überrascht es nicht, dass die Landesregierung alles dafür tut, um die Verbote noch zu verhindern. Zum einen soll laut Ursula Heinen-Esser am Luftreinhalteplan gearbeitet werden. Und das Gericht müsse im Rahmen der Berufung die Verhältnismäßigkeit prüfen.

Wie sollten betroffene Dieselbesitzer nun reagieren? Die NRW-Umweltministerin sieht Chancen für eine schnelle Nachrüstung von Euro-5-Dieseln.

Wer einen Euro-4-Diesel besitzt, dem rät die Ministerin "Ruhe zu bewahren". In der jetzigen Situation sei eine Neuanschaffung eine Möglichkeit, die sich aber nicht jeder leisten könne.

Daher liege der Fokus auf der Nachrüstung der Euro-5-Diesel, durch die sich die Luftqualität verbessern würde. Zudem würden weitere Maßnahmen ihren Beitrag leisten.

Aus Sicht von Heinen-Esser fehlte es in der Vergangenheit an einem ganzheitlichen Ansatz. Sie plädiert für "modernde Mobilitätskonzepte mit einem Mix der verschiedenen Antriebstechnologien und einem starken ÖPNV".

In Köln drohen ab April flächendeckende Fahrverbote für Diesel-Fahrzeuge (Symbolbild).
In Köln drohen ab April flächendeckende Fahrverbote für Diesel-Fahrzeuge (Symbolbild).  © DPA

Titelfoto: Bild-Montage dpa/dpa


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