Folter statt Pflege? Frau hält ihre behinderte Schwester in Holzkäfig gefangen

Vestaburg (USA) - Leona Biser (51) aus Pennsylvania soll ihre eigene Schwester Loretta Lancaster (53), die unter einer Behinderung leidet, in einem Holzkäfig gehalten haben, statt sie zu pflegen.

Leona Biser (51) soll ihre Schwester in einem Käfig gehalten haben.
Leona Biser (51) soll ihre Schwester in einem Käfig gehalten haben.  © Office of Attorney General

Eigentlich sollte sich Biser um ihre behinderte Schwester kümmern, sie medizinisch versorgen und auch für eine entsprechende Körperhygiene sorgen. Loretta Lancaster (53) selbst ist aufgrund ihrer Behinderung dazu nicht in der Lage.

Deshalb lebten die beiden Frauen gemeinsam in einem Haus. Wie die Behörden später feststellen mussten, unter widerlichsten Bedingungen, berichtet die "Daily Mail".

Auch wie Leona Biser ihre Aufgabe "erfüllte", ist kaum zu glauben. In einem völlig verdrecken Haus, hielt die beschuldigte 51-Jährige ihre wehrlose Schwester wie ein Tier, das man quälen will.

Überall wimmelte es in dem Haus von Käfern, die Küche war mit Fäkalien beschmutzt und es soll weder fließendes Wasser, noch einen Ofen oder wenigstens eine Mikrowelle gegeben haben.

Wichtige Medikamente soll sie ihr ebenfalls vorenthalten haben.

Auch der kleine Käfig, in dem Leona Biser ihre Schwester, die auf dem Stand eines Kleinkindes ist, gehalten haben soll, war nur mit einer versifften Matratze ausgestattet.

An diesem Ort des Schreckens wurde Loretta schließlich im August vom Schutzdienst gefunden.

Verantwortliche wussten Bescheid, handelten aber nicht

Trotz der grausamen Zustände in dem sogenannten "Horror-Haus", handelten die Behörden zunächst nicht. Und das, obwohl sie mit eigenen Augen sahen, wie das Haus aussah und auch wie Loretta in ihrem Käfig hockte!

Weitere drei Monate sollen sie bis zum nächsten Besuch gewartet haben. Dieses Mal kam ein Mitarbeiter mit einem Arzt vorbei und sie stellten fest, dass Loretta weder aufstehen, noch laufen konnte. Zur Befreiung kam es aber trotzdem nicht.

Drei weitere Wochen soll es dann nochmal gedauert haben, bis das Attorney General's Office eingeschaltet wurde und Loretta Lancaster aus ihrer Notlage erlöst wurde.

In dem Käfig hielt die Beschuldigte ihre Schwester übrigens, damit sie sich nicht selbst verletzen könne, weil sie ständig gestürzt sei, so Biser.

Am Freitag musste sie sich vor Gericht verantworten, so die Daily Mail. Vorgeworfen wird ihr unter anderem Vernachlässigung einer pflegebedürftigen Person, Misshandlung einer pflegebedürftigen Person und der rücksichtslosen Gefährdung einer anderen Person.

Ihre ältere Schwester erholt sich derweil. Loretta ist mittlerweile viel beweglicher und bekommt auch eine Sprachtherapie, so das "Office of Attorney General" in einer Pressemitteilung.


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